Logo Logo
Hilfe
Kontakt
Switch language to English
Vergleichende Analyse der diagnostischen Validität strukturierter und unstrukturierter Befunde bei intraoralen Zahnfilmaufnahmen. Auswirkungen auf Befundqualität und interdisziplinäre Kommunikation
Vergleichende Analyse der diagnostischen Validität strukturierter und unstrukturierter Befunde bei intraoralen Zahnfilmaufnahmen. Auswirkungen auf Befundqualität und interdisziplinäre Kommunikation
Hintergrund: Der radiologische Befund nimmt eine zentrale Rolle in der Diagnose von Krankheiten ein und liefert wichtige Informationen für die therapeutische Entscheidungsfindung. Um die Qualität der Befundberichte nachhaltig zu verbessern, empfehlen zahlreiche radiologische Fachgesellschaften die Nutzung von strukturierten Befundvorlagen. Die Vorteile der strukturierten Befundung gegenüber Freitext-Befunden konnten bereits in einer Vielzahl an Studien nachgewiesen werden. Ziel: Ziel dieser Arbeit ist, zu untersuchen, ob die strukturierte Befundung von Zahnaufnahmen Vorteile im Vergleich zu Freitext-Befunden bringt. Evaluiert werden dabei die Punkte Therapieentscheidung, Vollständigkeit, Informationsextraktion, Detailliertheit, Befundreihenfolge, Vertrauen, Sprachqualität, Verständlichkeit und Gesamtbewertung. Material und Methoden: In die Studie eingeschlossen wurden 50 zufällig ausgewählte Freitext-Befunde von Zahnfilmaufnahmen. Mithilfe eines Templates wurden anschließend die entsprechenden strukturierten Befunde generiert. Daraufhin evaluierten zwei Zahnärzte mittels Fragebogen, inwiefern die strukturierte Befundung potenziellen Nutzen und Vorteile für die Befunderstellung von Zahnaufnahmen bringen kann. Ergebnisse: Die strukturierten Befunde zeigten eine signifikant bessere Bewertung in den Punkten Vollständigkeit, Informationsextraktion, Detailliertheit, Vertrauen, Sprachqualität, Verständlichkeit und Gesamtbewertung (p < 0,001). Hinsichtlich Therapieentscheidung und Ausreichen der Informationen für eine Therapie zeigte sich kein signifikanter Unterschied zwischen NRs und SRs. Schlussfolgerung: Die strukturierte Befundung von Zahnaufnahmen hat das Potenzial, die Qualität der Befundberichte zu verbessern und damit langfristig die Patientenversorgung zu optimieren.
Strukturierte Befundung, Zahnfilmaufnahmen
Forster, Anna-Lisa
2026
Deutsch
Universitätsbibliothek der Ludwig-Maximilians-Universität München
Forster, Anna-Lisa (2026): Vergleichende Analyse der diagnostischen Validität strukturierter und unstrukturierter Befunde bei intraoralen Zahnfilmaufnahmen: Auswirkungen auf Befundqualität und interdisziplinäre Kommunikation. Dissertation, LMU München: Medizinische Fakultät
[thumbnail of Forster_Anna-Lisa.pdf]
Vorschau
PDF
Forster_Anna-Lisa.pdf

1MB

Abstract

Hintergrund: Der radiologische Befund nimmt eine zentrale Rolle in der Diagnose von Krankheiten ein und liefert wichtige Informationen für die therapeutische Entscheidungsfindung. Um die Qualität der Befundberichte nachhaltig zu verbessern, empfehlen zahlreiche radiologische Fachgesellschaften die Nutzung von strukturierten Befundvorlagen. Die Vorteile der strukturierten Befundung gegenüber Freitext-Befunden konnten bereits in einer Vielzahl an Studien nachgewiesen werden. Ziel: Ziel dieser Arbeit ist, zu untersuchen, ob die strukturierte Befundung von Zahnaufnahmen Vorteile im Vergleich zu Freitext-Befunden bringt. Evaluiert werden dabei die Punkte Therapieentscheidung, Vollständigkeit, Informationsextraktion, Detailliertheit, Befundreihenfolge, Vertrauen, Sprachqualität, Verständlichkeit und Gesamtbewertung. Material und Methoden: In die Studie eingeschlossen wurden 50 zufällig ausgewählte Freitext-Befunde von Zahnfilmaufnahmen. Mithilfe eines Templates wurden anschließend die entsprechenden strukturierten Befunde generiert. Daraufhin evaluierten zwei Zahnärzte mittels Fragebogen, inwiefern die strukturierte Befundung potenziellen Nutzen und Vorteile für die Befunderstellung von Zahnaufnahmen bringen kann. Ergebnisse: Die strukturierten Befunde zeigten eine signifikant bessere Bewertung in den Punkten Vollständigkeit, Informationsextraktion, Detailliertheit, Vertrauen, Sprachqualität, Verständlichkeit und Gesamtbewertung (p < 0,001). Hinsichtlich Therapieentscheidung und Ausreichen der Informationen für eine Therapie zeigte sich kein signifikanter Unterschied zwischen NRs und SRs. Schlussfolgerung: Die strukturierte Befundung von Zahnaufnahmen hat das Potenzial, die Qualität der Befundberichte zu verbessern und damit langfristig die Patientenversorgung zu optimieren.