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Zusammenhang zwischen CD36-Expression und Lymphknotenmetastasierung beim oralen Plattenepithelkarzinom
Zusammenhang zwischen CD36-Expression und Lymphknotenmetastasierung beim oralen Plattenepithelkarzinom
Das Auftreten der lymphogenen Metastasierung beim oralen Plattenepithelkarzi- nom gilt als einer der wichtigsten prognostischen Faktoren, da es mit einem er- höhten Rezidivrisiko und einer etwa dreimal niedrigeren 5-Jahres-Überlebensrate im Vergleich zu Patienten mit pN0-Stadium assoziiert ist (25,33-35). Die herkömmliche TNM-Klassifikation ermöglicht jedoch keine präzise Einschätzung des Lymphknotenmetastasierungsrisikos, was die Identifikation weiterer prognostischer Faktoren erforderlich macht. Diese Studie hatte zum Ziel, die Korrelation zwischen dem CD36-Expressions- grad und dem Auftreten von Lymphknotenmetastasen bei oralen Plattenepithel- karzinomen zu untersuchen. Insgesamt wurden 83 Patienten mit der Diagnose eines oralen Plattenepithelkar- zinoms eingeschlossen, welche zwischen 2010 und 2015 an der Klinik und Poli- klinik der MKG der LMU München mit kurativer Absicht behandelt wurden. Es erfolgte retrospektive Datenerhebung anamnestischer, klinischer und pathohisto- logischer Parameter. Mithilfe immunhistochemischer Färbemethodik wurden die zugehörigen Tumorgewebeblöcke anhand des CD36-Expressionsverhaltens kate- gorisiert. Die erhobenen Daten wurden anschließend einer statistischen Analyse unterzogen. Eine erhöhte CD36-Expression wurde bei 38 (45,8%) von 83 Patienten nachgewiesen. 40 Patienten (48,4 %) wiesen einen N+-Status (N1, N2, N3) auf. Bei 32 von 40 Patienten (38,6 %) mit N+-Status lag eine erhöhte CD36- Expression vor, während lediglich bei 6 von 43 (7,2 %) Patienten mit einem N0- Status erhöhte CD36-Expression festgestellt wurde. Die statistische Analyse zeigte einen hochsignifikanten Zusammenhang zwischen der CD36-Expressionsrate und dem Vorhandensein von Lymphknotenmetastasen (Pearson’s Chi2-Test, p < 0,001). Die Überexpression von CD36 war in unserem Patientenkollektiv im Vergleich zu einem niedrigen Expressionsgrad mit einem 44,7-fach höheren Risiko für Lymphknotenmetastasierung assoziiert (OR = 44,7; 95%-KI: 10,0–316; p < 0,001). Der identifizierte Zusammenhang zwischen der CD36-Expression und dem Auftreten von lymphogener Metastasierung lässt darauf schließen, dass CD36 in Zukunft unterstützend bei Therapieentscheidungen und als potenzielles Ziel für neue spezifische therapeutische Ansätze agieren könnte. Weitere prospektive Studien sind jedoch erforderlich, um diese Schlussfolgerungen zu validieren und den genauen Mechanismus, durch den CD36 zur Lymphknotenmetastasierung beiträgt, zu verstehen.
orales Plattenepithelkarzinom, Lymphknotenmetastasierung, CD36, Biomarker
Eckerl, Anastasia Evgen'evna
2026
Deutsch
Universitätsbibliothek der Ludwig-Maximilians-Universität München
Eckerl, Anastasia Evgen'evna (2026): Zusammenhang zwischen CD36-Expression und Lymphknotenmetastasierung beim oralen Plattenepithelkarzinom. Dissertation, LMU München: Medizinische Fakultät
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Abstract

Das Auftreten der lymphogenen Metastasierung beim oralen Plattenepithelkarzi- nom gilt als einer der wichtigsten prognostischen Faktoren, da es mit einem er- höhten Rezidivrisiko und einer etwa dreimal niedrigeren 5-Jahres-Überlebensrate im Vergleich zu Patienten mit pN0-Stadium assoziiert ist (25,33-35). Die herkömmliche TNM-Klassifikation ermöglicht jedoch keine präzise Einschätzung des Lymphknotenmetastasierungsrisikos, was die Identifikation weiterer prognostischer Faktoren erforderlich macht. Diese Studie hatte zum Ziel, die Korrelation zwischen dem CD36-Expressions- grad und dem Auftreten von Lymphknotenmetastasen bei oralen Plattenepithel- karzinomen zu untersuchen. Insgesamt wurden 83 Patienten mit der Diagnose eines oralen Plattenepithelkar- zinoms eingeschlossen, welche zwischen 2010 und 2015 an der Klinik und Poli- klinik der MKG der LMU München mit kurativer Absicht behandelt wurden. Es erfolgte retrospektive Datenerhebung anamnestischer, klinischer und pathohisto- logischer Parameter. Mithilfe immunhistochemischer Färbemethodik wurden die zugehörigen Tumorgewebeblöcke anhand des CD36-Expressionsverhaltens kate- gorisiert. Die erhobenen Daten wurden anschließend einer statistischen Analyse unterzogen. Eine erhöhte CD36-Expression wurde bei 38 (45,8%) von 83 Patienten nachgewiesen. 40 Patienten (48,4 %) wiesen einen N+-Status (N1, N2, N3) auf. Bei 32 von 40 Patienten (38,6 %) mit N+-Status lag eine erhöhte CD36- Expression vor, während lediglich bei 6 von 43 (7,2 %) Patienten mit einem N0- Status erhöhte CD36-Expression festgestellt wurde. Die statistische Analyse zeigte einen hochsignifikanten Zusammenhang zwischen der CD36-Expressionsrate und dem Vorhandensein von Lymphknotenmetastasen (Pearson’s Chi2-Test, p < 0,001). Die Überexpression von CD36 war in unserem Patientenkollektiv im Vergleich zu einem niedrigen Expressionsgrad mit einem 44,7-fach höheren Risiko für Lymphknotenmetastasierung assoziiert (OR = 44,7; 95%-KI: 10,0–316; p < 0,001). Der identifizierte Zusammenhang zwischen der CD36-Expression und dem Auftreten von lymphogener Metastasierung lässt darauf schließen, dass CD36 in Zukunft unterstützend bei Therapieentscheidungen und als potenzielles Ziel für neue spezifische therapeutische Ansätze agieren könnte. Weitere prospektive Studien sind jedoch erforderlich, um diese Schlussfolgerungen zu validieren und den genauen Mechanismus, durch den CD36 zur Lymphknotenmetastasierung beiträgt, zu verstehen.