Logo Logo
Help
Contact
Switch language to German
Retrospektive Analyse von Patienten mit einem lokal-fortgeschrittenem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom die von 2006 bis 2016 mit einer primären Radiochemotherapie in der Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie und Radioonkologie LMU behandelt wurden
Retrospektive Analyse von Patienten mit einem lokal-fortgeschrittenem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom die von 2006 bis 2016 mit einer primären Radiochemotherapie in der Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie und Radioonkologie LMU behandelt wurden
Das Lungenkarzinom ist verantwortlich für die meisten Krebstoten in Deutschland und weltweit. Der Behandlungsstandart von Patientinnen und Patienten mit inoperablen lokal fortgeschritte-nen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinome ist die definitive Radiochemotherapie, gefolgt von einer Durvalumab-Erhaltungstherapie abhängig vom PD-L1 Status. Das Gesamtüberleben und progressionsfreie Überleben der so behandelten Patienten variiert jedoch immens. Zur Individualisierung der Therapieplanung ist es darum wichtig die Möglichkei-ten der Prognosestellung zu verbessern. In der Arbeit „Survival score to characterize prognosis in inoperable stage III NSCLC after chemoradiotherapy” wurde ein einfach anwendbarer Prognosescore basierend auf den grundlegenden Patientendaten zu Alter, Geschlecht, Tabakkonsum, Histologie und Atelektase, jeweils bei Diagnosestellung in einer retrospektiven Kohorte mit 99 Patienten entwickelt und in einer prospektiven Patientenkohorte validiert. Die Bedeutung der bildgebenden Nachsorge nach einer definitiven Radiochemotherapie ist für Patienten mit lokal fortgeschrittenem, inoperablem Lungenkarzinom unangefochten. In „How much primary tumor metabolic volume reduction is required to improve outcome in stage III NSCLC after chemoradiotherapy? A single-centre experience” wurde in einer Kohorte mit 60 Patienten der Rückgang des metabolischen Primärtumorvolumens in einem post-therapeutischen PET/CT im Vergleich zu jenem vor einer Radiochemotherapie erfasst. Eine Reduktion von mindestens 80% zeigte hierbei einen signifikanten positiven Einfluss auf das Gesamtüberleben. Somit wurden zwei Verfahren zur genaueren Prognosestellung von NSCLC Patienten im inoperablem UICC-Stadium III entwickelt.
NSCLC, Radiochemotherapie
Taugner, Julian
2021
German
Universitätsbibliothek der Ludwig-Maximilians-Universität München
Taugner, Julian (2021): Retrospektive Analyse von Patienten mit einem lokal-fortgeschrittenem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom die von 2006 bis 2016 mit einer primären Radiochemotherapie in der Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie und Radioonkologie LMU behandelt wurden. Dissertation, LMU München: Faculty of Medicine
[img]
Preview
PDF
Taugner_Julian.pdf

8MB

Abstract

Das Lungenkarzinom ist verantwortlich für die meisten Krebstoten in Deutschland und weltweit. Der Behandlungsstandart von Patientinnen und Patienten mit inoperablen lokal fortgeschritte-nen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinome ist die definitive Radiochemotherapie, gefolgt von einer Durvalumab-Erhaltungstherapie abhängig vom PD-L1 Status. Das Gesamtüberleben und progressionsfreie Überleben der so behandelten Patienten variiert jedoch immens. Zur Individualisierung der Therapieplanung ist es darum wichtig die Möglichkei-ten der Prognosestellung zu verbessern. In der Arbeit „Survival score to characterize prognosis in inoperable stage III NSCLC after chemoradiotherapy” wurde ein einfach anwendbarer Prognosescore basierend auf den grundlegenden Patientendaten zu Alter, Geschlecht, Tabakkonsum, Histologie und Atelektase, jeweils bei Diagnosestellung in einer retrospektiven Kohorte mit 99 Patienten entwickelt und in einer prospektiven Patientenkohorte validiert. Die Bedeutung der bildgebenden Nachsorge nach einer definitiven Radiochemotherapie ist für Patienten mit lokal fortgeschrittenem, inoperablem Lungenkarzinom unangefochten. In „How much primary tumor metabolic volume reduction is required to improve outcome in stage III NSCLC after chemoradiotherapy? A single-centre experience” wurde in einer Kohorte mit 60 Patienten der Rückgang des metabolischen Primärtumorvolumens in einem post-therapeutischen PET/CT im Vergleich zu jenem vor einer Radiochemotherapie erfasst. Eine Reduktion von mindestens 80% zeigte hierbei einen signifikanten positiven Einfluss auf das Gesamtüberleben. Somit wurden zwei Verfahren zur genaueren Prognosestellung von NSCLC Patienten im inoperablem UICC-Stadium III entwickelt.