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Analyse des metabolischen Primärtumorvolumens im Verlauf der Radiochemotherapie bei lokal fortgeschrittenem nichtkleinzelligem Lungenkarzinom
Analyse des metabolischen Primärtumorvolumens im Verlauf der Radiochemotherapie bei lokal fortgeschrittenem nichtkleinzelligem Lungenkarzinom
In der vorliegenden Analyse wurden 65 Patienten mit NSCLC im Stadium III eingeschlossen. Bei allen Patienten erfolgte eine histologische Sicherung. Ein Ganzkörper-Staging wurde durchgeführt. Es erfolgte die Analyse von PET-Parametern vor, während sowie nach der geplanten thorakalen Bestrahlung mit konkomitanter oder sequenzieller Chemotherapie. Primäre Endpunkte der Arbeit waren das progressionsfreie- sowie das Gesamtüberleben. Die PET-Untersuchungen wurde nach klinischen Standardprotokollen an gleichem Institut durchgeführt. Optimale Cuttoff-Werte stellten sich für das prä-therapeutische und das post-therapeutische Primärtumor-Metabolische Volumen von 63 cm³ und 25 cm³ heraus. Des Weiteren wurde eine signifikante Korrelation zwischen dem Rückgang von >15% zwischen Mitte- und Post-PT-MV mit dem Gesamtüberleben festgestellt. Der höhere prognostische Wert des zweiten Behandlungsintervalls (Mitte-PT-MV bis Post-PT-MV) deutet darauf hin, dass einige Patienten, die in den ersten drei Wochen von der Therapie zu profitieren scheinen, eine weitere Resistenz und Progression entwickeln könnten. Zum Vergleich von Überlebensraten von verschiedenen Subgruppen wurde der Logrank-Test angewendet. Außerdem wurden patientenbezogene Faktoren getestet. Guter Allgemeinzustand (ECOG 0-1) sowie der Remissionsstatus hatten eine positive Auswirkung auf das Gesamtüberleben. Alle univariat analysierten signifikanten, Prognosefaktoren wie ECOG, PT-MV sowie Reduktion von Mitte- und Post-PT-MV wurde in die multivariate Analyse eingeschlossen. Für die Auswertung wurde eine Cox-Regression angewendet. Die folgenden Faktoren waren hierbei signifikant mit einem verbesserten Gesamtüberleben assoziiert: ECOG 0-1, prä-PT-MV < 63 cm³, post-PT-MV <25 cm³ und Reduktion von Mitte-PT-MV auf post-PT-MV >15%. Die vorliegenden Daten aus einer Patientenkohorte mit inoperablem, lokal fortgeschrittenen NSCLC zeigten eine prognostische Rolle der PT-MV im Verlauf der definitiven CRT. Höhere PT-MV-Werte zu Zeitpunkten vor und nach der Behandlung, korrelierten mit einem schlechteren prognostischen Ergebnis. Darüber hinaus war eine mindestens 15%ige Reduktion der mittleren bis post-PT-MV signifikant mit einem verlängerten Gesamtüberleben assoziiert.
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Wijaya, Cherylina
2021
German
Universitätsbibliothek der Ludwig-Maximilians-Universität München
Wijaya, Cherylina (2021): Analyse des metabolischen Primärtumorvolumens im Verlauf der Radiochemotherapie bei lokal fortgeschrittenem nichtkleinzelligem Lungenkarzinom. Dissertation, LMU München: Faculty of Medicine
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Abstract

In der vorliegenden Analyse wurden 65 Patienten mit NSCLC im Stadium III eingeschlossen. Bei allen Patienten erfolgte eine histologische Sicherung. Ein Ganzkörper-Staging wurde durchgeführt. Es erfolgte die Analyse von PET-Parametern vor, während sowie nach der geplanten thorakalen Bestrahlung mit konkomitanter oder sequenzieller Chemotherapie. Primäre Endpunkte der Arbeit waren das progressionsfreie- sowie das Gesamtüberleben. Die PET-Untersuchungen wurde nach klinischen Standardprotokollen an gleichem Institut durchgeführt. Optimale Cuttoff-Werte stellten sich für das prä-therapeutische und das post-therapeutische Primärtumor-Metabolische Volumen von 63 cm³ und 25 cm³ heraus. Des Weiteren wurde eine signifikante Korrelation zwischen dem Rückgang von >15% zwischen Mitte- und Post-PT-MV mit dem Gesamtüberleben festgestellt. Der höhere prognostische Wert des zweiten Behandlungsintervalls (Mitte-PT-MV bis Post-PT-MV) deutet darauf hin, dass einige Patienten, die in den ersten drei Wochen von der Therapie zu profitieren scheinen, eine weitere Resistenz und Progression entwickeln könnten. Zum Vergleich von Überlebensraten von verschiedenen Subgruppen wurde der Logrank-Test angewendet. Außerdem wurden patientenbezogene Faktoren getestet. Guter Allgemeinzustand (ECOG 0-1) sowie der Remissionsstatus hatten eine positive Auswirkung auf das Gesamtüberleben. Alle univariat analysierten signifikanten, Prognosefaktoren wie ECOG, PT-MV sowie Reduktion von Mitte- und Post-PT-MV wurde in die multivariate Analyse eingeschlossen. Für die Auswertung wurde eine Cox-Regression angewendet. Die folgenden Faktoren waren hierbei signifikant mit einem verbesserten Gesamtüberleben assoziiert: ECOG 0-1, prä-PT-MV < 63 cm³, post-PT-MV <25 cm³ und Reduktion von Mitte-PT-MV auf post-PT-MV >15%. Die vorliegenden Daten aus einer Patientenkohorte mit inoperablem, lokal fortgeschrittenen NSCLC zeigten eine prognostische Rolle der PT-MV im Verlauf der definitiven CRT. Höhere PT-MV-Werte zu Zeitpunkten vor und nach der Behandlung, korrelierten mit einem schlechteren prognostischen Ergebnis. Darüber hinaus war eine mindestens 15%ige Reduktion der mittleren bis post-PT-MV signifikant mit einem verlängerten Gesamtüberleben assoziiert.