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Vergleich der systemischen Konzentration von MMP-8 und Surfactant Protein D vor und nach der nicht-chirurgischen Therapie der chronischen Parodontitis
Vergleich der systemischen Konzentration von MMP-8 und Surfactant Protein D vor und nach der nicht-chirurgischen Therapie der chronischen Parodontitis
Diese Studie untersuchte die Wertigkeit der systemischen Expression von SP-D und MMP-8 zur Verlaufskontrolle der Parodontitis. Dazu wurden in venösen Blutproben die Konzentrationen von SP-D und MMP-8 vor und sechs Monate nach einer indikationsgerechten parodontologischen Behandlung von 150 Patienten bestimmt. Die Diagnose der Parodontitis wurde nach einer standardisierten klinischen und radiologischen Untersuchung aller Patienten an Hand von definierten Kriterien gestellt. Zusätzlich erfolgte eine mikrobiologische Untersuchung der parodontalen Taschen. In der Gesamtpopulation zeigten die klinischen Befunde im Vergleich der initialen zur ersten Nachuntersuchung eine signifikante Verbesserung der gemessenen Werte. Sowohl die Sondierungstiefen als auch die Blutungsneigung nach Sondierung nahmen durch die Therapie signifikant ab. Gleichzeitig konnte für Bakterien der Spezies Treponema denticola eine signifikante Reduktion der Infektion nachgewiesen werden nicht aber für die übrigen fünf getesteten parodontalpathogenen Bakterien. Die systemische Expression von MMP-8 war in der Gesamtpopulation vor und sechs Monate nach der parodontalen Therapie nicht unterschiedlich. Die Konzentration des SP-D zeigte nach der parodontalen Therapie tendenziell eine Verringerung. Nach der statistischen Analyse der Ergebnisse erreichte dieser Unterschied jedoch ebenfalls keine Signifikanz. Auch nach Stratifikation der Studienkohorte nach dem Geschlecht und dem Rauchverhalten, konnte keine signifikant unterschiedliche systemische Expression der beiden Markermoleküle MMP-8 und SP-D vor und nach der Parodontaltherapie angetroffen werden. Zusammenfassend führte die Therapie der Parodontitis nach sechs Monaten zur erwarteten signifikanten Verbesserung der klinischen Befundparameter gleichzeitig aber nicht zu einer Veränderung der systemischen Expression von MMP-8 und SP-D. Die Bestimmung der systemischen Konzentrationen dieser beiden Markermoleküle scheint deshalb zur Kontrolle des parodontalen Erkrankungsverlaufs im Zeitraum von sechs Monaten nicht ausreichend zuverlässig zu sein.
Parodontitis, MMP-8, SP-D, systemische Expression, Verlaufskontrolle der Therapie, diagnostische Wertigkeit
Volz, Petra Sophie
2020
German
Universitätsbibliothek der Ludwig-Maximilians-Universität München
Volz, Petra Sophie (2020): Vergleich der systemischen Konzentration von MMP-8 und Surfactant Protein D vor und nach der nicht-chirurgischen Therapie der chronischen Parodontitis. Dissertation, LMU München: Faculty of Medicine
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Abstract

Diese Studie untersuchte die Wertigkeit der systemischen Expression von SP-D und MMP-8 zur Verlaufskontrolle der Parodontitis. Dazu wurden in venösen Blutproben die Konzentrationen von SP-D und MMP-8 vor und sechs Monate nach einer indikationsgerechten parodontologischen Behandlung von 150 Patienten bestimmt. Die Diagnose der Parodontitis wurde nach einer standardisierten klinischen und radiologischen Untersuchung aller Patienten an Hand von definierten Kriterien gestellt. Zusätzlich erfolgte eine mikrobiologische Untersuchung der parodontalen Taschen. In der Gesamtpopulation zeigten die klinischen Befunde im Vergleich der initialen zur ersten Nachuntersuchung eine signifikante Verbesserung der gemessenen Werte. Sowohl die Sondierungstiefen als auch die Blutungsneigung nach Sondierung nahmen durch die Therapie signifikant ab. Gleichzeitig konnte für Bakterien der Spezies Treponema denticola eine signifikante Reduktion der Infektion nachgewiesen werden nicht aber für die übrigen fünf getesteten parodontalpathogenen Bakterien. Die systemische Expression von MMP-8 war in der Gesamtpopulation vor und sechs Monate nach der parodontalen Therapie nicht unterschiedlich. Die Konzentration des SP-D zeigte nach der parodontalen Therapie tendenziell eine Verringerung. Nach der statistischen Analyse der Ergebnisse erreichte dieser Unterschied jedoch ebenfalls keine Signifikanz. Auch nach Stratifikation der Studienkohorte nach dem Geschlecht und dem Rauchverhalten, konnte keine signifikant unterschiedliche systemische Expression der beiden Markermoleküle MMP-8 und SP-D vor und nach der Parodontaltherapie angetroffen werden. Zusammenfassend führte die Therapie der Parodontitis nach sechs Monaten zur erwarteten signifikanten Verbesserung der klinischen Befundparameter gleichzeitig aber nicht zu einer Veränderung der systemischen Expression von MMP-8 und SP-D. Die Bestimmung der systemischen Konzentrationen dieser beiden Markermoleküle scheint deshalb zur Kontrolle des parodontalen Erkrankungsverlaufs im Zeitraum von sechs Monaten nicht ausreichend zuverlässig zu sein.