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Glykosylierungen von Autoantikörpern bei entzündlichen Erkrankungen des Nervensystems
Glykosylierungen von Autoantikörpern bei entzündlichen Erkrankungen des Nervensystems
Autoantikörper sind maßgebliche Effektoren bei verschiedenen, entzündlichen Autoimmunerkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems. Die Rolle der Glykosylierungen von Autoantikörpern steht im Fokus der Arbeit, um mehr über das Erkennen von Zielstrukturen der Antikörper und deren Induktion von Effektorfunktionen zu erfahren. Zur Analyse wurde zum einen mit Neurofascin-­Antikörpern und zum anderen mit Aquaporin-­4-­Antikörper gearbeitet. Der monoklonale Antikörper gegen Neurofascin, welcher im Tiermodell die experimentell ausgelöste autoimmune Enzephalitis verstärkt und einen Axonschaden induziert, wurde mit verschiedenen Glykosidasen behandelt. Anschließend wurde untersucht, inwieweit die Antigenerkennung durch eine Deglykosylierung des Antikörpers beeinflusst wird und welchen Effekt die Deglykosylierung auf Fc-­Rezeptor-­vermittelte Stimulation einer monozytären Zelllinie hat. Der ebenfalls verwendete Autoantikörper gegen Aquaporin-­4 findet sich bei NMOSD Patienten. Um in einem Zell-­basierten Assay die Antikörper-­Antigen-­Erkennung dieser IgGs überprüfen zu können, wurde zunächst eine mit AQP4 stabil transfizierte Zell-­Linie etabliert. Die gleichen Glykosidasen wie zuvor bei den NF-­Ak dienten zur Präparation der IgG. Die Ergebnisse sind die Basis für weitere Untersuchungen des Einflusses der Glykosylierungen der Antikörper auf ihre Effektorfunktionen in vitro und in Tiermodellen.
Multiple Sklerose, NMOSD, Autoantikörper, Glykosylierung
Baumann, Ilona
2020
German
Universitätsbibliothek der Ludwig-Maximilians-Universität München
Baumann, Ilona (2020): Glykosylierungen von Autoantikörpern bei entzündlichen Erkrankungen des Nervensystems. Dissertation, LMU München: Faculty of Medicine
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Abstract

Autoantikörper sind maßgebliche Effektoren bei verschiedenen, entzündlichen Autoimmunerkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems. Die Rolle der Glykosylierungen von Autoantikörpern steht im Fokus der Arbeit, um mehr über das Erkennen von Zielstrukturen der Antikörper und deren Induktion von Effektorfunktionen zu erfahren. Zur Analyse wurde zum einen mit Neurofascin-­Antikörpern und zum anderen mit Aquaporin-­4-­Antikörper gearbeitet. Der monoklonale Antikörper gegen Neurofascin, welcher im Tiermodell die experimentell ausgelöste autoimmune Enzephalitis verstärkt und einen Axonschaden induziert, wurde mit verschiedenen Glykosidasen behandelt. Anschließend wurde untersucht, inwieweit die Antigenerkennung durch eine Deglykosylierung des Antikörpers beeinflusst wird und welchen Effekt die Deglykosylierung auf Fc-­Rezeptor-­vermittelte Stimulation einer monozytären Zelllinie hat. Der ebenfalls verwendete Autoantikörper gegen Aquaporin-­4 findet sich bei NMOSD Patienten. Um in einem Zell-­basierten Assay die Antikörper-­Antigen-­Erkennung dieser IgGs überprüfen zu können, wurde zunächst eine mit AQP4 stabil transfizierte Zell-­Linie etabliert. Die gleichen Glykosidasen wie zuvor bei den NF-­Ak dienten zur Präparation der IgG. Die Ergebnisse sind die Basis für weitere Untersuchungen des Einflusses der Glykosylierungen der Antikörper auf ihre Effektorfunktionen in vitro und in Tiermodellen.