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Die Förderung und Nutzung von Ressourcen von Fibromyalgiepatientinnen und deren Auswirkung auf die krankheitsspezifische Beeinträchtigung und Lebensqualität
Die Förderung und Nutzung von Ressourcen von Fibromyalgiepatientinnen und deren Auswirkung auf die krankheitsspezifische Beeinträchtigung und Lebensqualität
Einleitung: Gemäß früherer Studien von Grawe et al. beeinflussen Ressourcen die psychische Gesundheit und sind zugleich Prädiktoren für den Therapieerfolg. Ziele dieser Studie: 1) Untersuchung der Änderungen von Ressourcen bei Patienten mit Fibromyalgiesyndrom (FM) durch ein multidisziplinäres, biopsychosoziales Therapieprogramm (MBT) 2) Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Veränderungen der Ressourcen und Veränderungen des Gesundheitszustandes bei Patienten mit FM. Methoden: In dieser prospektiven Beobachtungsstudie wurden Patienten mit FM vor (T1) und nach Teilnahme (T2) an einem 4-wöchigen tagesklinischen MBT untersucht. Die Ressourcenausstattung wurde mit dem Essener Ressourcen-Inventar (ERI) evaluiert. Der Gesundheitszustand wurde mit dem Fibromyalgia Impact Questionnaire (FIQ) und dem krankheitsübergreifenden Fragebogen Short Form- 36 (SF-36) untersucht. Ergebnisse: Es wurden 111 Patienten eingeschlossen. Die Patienten zeigten signifikante Verbesserungen der personalen und strukturellen Ressourcen sowie im total score des ERI, nicht jedoch im Bereich soziale Ressourcen. Der FIQ verbesserte sich von 39,9 auf 47,8 (p<0,001), die körperlichen Komponente und die psychische Komponente des SF-36 besserten sich ebenfalls signifikant (p=0,008 und p<0,001). Verbesserungen der personalen Ressourcen korrelierten signifikant mit Verbesserungen im FIQ (r=0,36) und in der psychischen Komponente des SF-36 (r=0,45), jedoch nicht signifikant mit Verbesserungen in der körperlichen Komponente des SF-36 (r=0,08). Schlussfolgerung: Bei Patienten mit FM kann ein MBT personale und soziale Ressourcen fördern. Die Verbesserung personaler Ressourcen könnte zur Verbesserung vor allem im Bereich der psychischen Gesundheit beitragen.
Fibromyalgiesyndrom, Ressourcen, Lebensqualität
John, Gerit
2019
German
Universitätsbibliothek der Ludwig-Maximilians-Universität München
John, Gerit (2019): Die Förderung und Nutzung von Ressourcen von Fibromyalgiepatientinnen und deren Auswirkung auf die krankheitsspezifische Beeinträchtigung und Lebensqualität. Dissertation, LMU München: Faculty of Medicine
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Abstract

Einleitung: Gemäß früherer Studien von Grawe et al. beeinflussen Ressourcen die psychische Gesundheit und sind zugleich Prädiktoren für den Therapieerfolg. Ziele dieser Studie: 1) Untersuchung der Änderungen von Ressourcen bei Patienten mit Fibromyalgiesyndrom (FM) durch ein multidisziplinäres, biopsychosoziales Therapieprogramm (MBT) 2) Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Veränderungen der Ressourcen und Veränderungen des Gesundheitszustandes bei Patienten mit FM. Methoden: In dieser prospektiven Beobachtungsstudie wurden Patienten mit FM vor (T1) und nach Teilnahme (T2) an einem 4-wöchigen tagesklinischen MBT untersucht. Die Ressourcenausstattung wurde mit dem Essener Ressourcen-Inventar (ERI) evaluiert. Der Gesundheitszustand wurde mit dem Fibromyalgia Impact Questionnaire (FIQ) und dem krankheitsübergreifenden Fragebogen Short Form- 36 (SF-36) untersucht. Ergebnisse: Es wurden 111 Patienten eingeschlossen. Die Patienten zeigten signifikante Verbesserungen der personalen und strukturellen Ressourcen sowie im total score des ERI, nicht jedoch im Bereich soziale Ressourcen. Der FIQ verbesserte sich von 39,9 auf 47,8 (p<0,001), die körperlichen Komponente und die psychische Komponente des SF-36 besserten sich ebenfalls signifikant (p=0,008 und p<0,001). Verbesserungen der personalen Ressourcen korrelierten signifikant mit Verbesserungen im FIQ (r=0,36) und in der psychischen Komponente des SF-36 (r=0,45), jedoch nicht signifikant mit Verbesserungen in der körperlichen Komponente des SF-36 (r=0,08). Schlussfolgerung: Bei Patienten mit FM kann ein MBT personale und soziale Ressourcen fördern. Die Verbesserung personaler Ressourcen könnte zur Verbesserung vor allem im Bereich der psychischen Gesundheit beitragen.