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Neuronale Korrelate vestibulärer Stimulation
Neuronale Korrelate vestibulärer Stimulation
Das vestibuläre System als eines der evolutionär ältesten Systeme ist trotz der Häufigkeit des Symptoms Schwindel im Gegensatz zu den anderen sensorischen Systemen nur schlecht erforscht. Ziel der vorgelegten Studie war es mit Hilfe der EEG und der Bewegungsplattform das vestibuläre System von der Reizdarbietung bis zur kortikalen Verarbeitung vollständig darzustellen. Dabei konnte gezeigt werden, dass die EEG eine durchaus geeignete Methode ist, um das vestibuläre System auf kortikaler Ebene zu untersuchen. Konkret wurde gezeigt, dass passive translationale Beschleunigungen geeignet sind, vestibulär evozierte Potenziale (VestEPs) ähnlich dener in anderen Sinnessystemen auszulösen. Dabei konnten unabhängig von der Bewegungsrichtung drei Potenziale identifiziert werden, deren Amplituden durch die Beschleunigungsintensität moduliert werden. Eine Quellenlokalisation stellte das bereits aus fMRT- und PET-Studien bekannte, kortikale Netzwerk dar bestehend aus der hinteren Insel und dem Cingulum als zentrale Strukturen. Interessanterweise zeigte die bisher wenig beachtete Region CSv (visuelles Areal des Sulcus cingularis) die höchste Sensitivität für unterschiedliche Beschleunigungsintensitäten.
Vestibulär evozierte Potenziale, EEG, Otolithenorgane
Moser, Marlene
2019
German
Universitätsbibliothek der Ludwig-Maximilians-Universität München
Moser, Marlene (2019): Neuronale Korrelate vestibulärer Stimulation. Dissertation, LMU München: Faculty of Medicine
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Abstract

Das vestibuläre System als eines der evolutionär ältesten Systeme ist trotz der Häufigkeit des Symptoms Schwindel im Gegensatz zu den anderen sensorischen Systemen nur schlecht erforscht. Ziel der vorgelegten Studie war es mit Hilfe der EEG und der Bewegungsplattform das vestibuläre System von der Reizdarbietung bis zur kortikalen Verarbeitung vollständig darzustellen. Dabei konnte gezeigt werden, dass die EEG eine durchaus geeignete Methode ist, um das vestibuläre System auf kortikaler Ebene zu untersuchen. Konkret wurde gezeigt, dass passive translationale Beschleunigungen geeignet sind, vestibulär evozierte Potenziale (VestEPs) ähnlich dener in anderen Sinnessystemen auszulösen. Dabei konnten unabhängig von der Bewegungsrichtung drei Potenziale identifiziert werden, deren Amplituden durch die Beschleunigungsintensität moduliert werden. Eine Quellenlokalisation stellte das bereits aus fMRT- und PET-Studien bekannte, kortikale Netzwerk dar bestehend aus der hinteren Insel und dem Cingulum als zentrale Strukturen. Interessanterweise zeigte die bisher wenig beachtete Region CSv (visuelles Areal des Sulcus cingularis) die höchste Sensitivität für unterschiedliche Beschleunigungsintensitäten.