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Effekte von Inhibitoren der p21-aktivierten Kinase auf die glattmuskuläre Kontraktion der humanen Prostata
Effekte von Inhibitoren der p21-aktivierten Kinase auf die glattmuskuläre Kontraktion der humanen Prostata
Jährlich werden weltweit 4,2 Milliarden USD für die Behandlung des BPS ausgegeben. Es wird vermutet, dass ca. 847 Millionen Männer weltweit an LUTS sekundär zu BPH leiden. Die BPH zählt mit einer Prävalenz von über 70 % bei über 70-Jährigen zu einer der häufigsten geriatrischen Erkrankungen des Mannes, bei der vor allem das Alter als der entscheidende Faktor anzusehen ist. Die leitliniengerechte Therapie sieht vor allem α1-Adrenozeptorblocker als Goldstandard vor. Diese können den IPSS um 30-50 % und Qmax um 15-40 % verbessern. Hier muss allerdings angemerkt werden, dass deren Wirksamkeit in der Symptomenreduktion den Placebos nahezu gleicht. So verbessern Placebos den IPSS um 10-34 % und Qmax sogar um bis zu 27 %. Nicht zu vernachlässigen sind auch die Nebenwirkungen der α1-Blocker, wie etwa Schwindel, Hypotension, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Diarrhoe und Ejakulationsstörungen. Die Ergebnisse der hier vorliegenden Arbeit konnten zeigen, dass Inhibitoren der p21-aktivierten Kinase nicht nur die neurogene über α1-Adrenozeptoren vermittelte, sondern auch die Endothelin induzierte glattmuskuläre Kontraktion der humanen Prostata signifikant herabsetzen. Daher wäre zu erwarten, dass PAK-Inhibitoren im Hinblick auf ihre urodynamische Wirksamkeit effektiver sind als die bisher zur Anwendung kommenden α1-Adrenozeptorblocker.
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Tamalunas, Alexander
2019
German
Universitätsbibliothek der Ludwig-Maximilians-Universität München
Tamalunas, Alexander (2019): Effekte von Inhibitoren der p21-aktivierten Kinase auf die glattmuskuläre Kontraktion der humanen Prostata. Dissertation, LMU München: Faculty of Medicine
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Abstract

Jährlich werden weltweit 4,2 Milliarden USD für die Behandlung des BPS ausgegeben. Es wird vermutet, dass ca. 847 Millionen Männer weltweit an LUTS sekundär zu BPH leiden. Die BPH zählt mit einer Prävalenz von über 70 % bei über 70-Jährigen zu einer der häufigsten geriatrischen Erkrankungen des Mannes, bei der vor allem das Alter als der entscheidende Faktor anzusehen ist. Die leitliniengerechte Therapie sieht vor allem α1-Adrenozeptorblocker als Goldstandard vor. Diese können den IPSS um 30-50 % und Qmax um 15-40 % verbessern. Hier muss allerdings angemerkt werden, dass deren Wirksamkeit in der Symptomenreduktion den Placebos nahezu gleicht. So verbessern Placebos den IPSS um 10-34 % und Qmax sogar um bis zu 27 %. Nicht zu vernachlässigen sind auch die Nebenwirkungen der α1-Blocker, wie etwa Schwindel, Hypotension, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Diarrhoe und Ejakulationsstörungen. Die Ergebnisse der hier vorliegenden Arbeit konnten zeigen, dass Inhibitoren der p21-aktivierten Kinase nicht nur die neurogene über α1-Adrenozeptoren vermittelte, sondern auch die Endothelin induzierte glattmuskuläre Kontraktion der humanen Prostata signifikant herabsetzen. Daher wäre zu erwarten, dass PAK-Inhibitoren im Hinblick auf ihre urodynamische Wirksamkeit effektiver sind als die bisher zur Anwendung kommenden α1-Adrenozeptorblocker.