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Klinische und experimentelle Untersuchungen zur individualisierten Therapie beim Lungenkarzinom
Klinische und experimentelle Untersuchungen zur individualisierten Therapie beim Lungenkarzinom
Die individualisierte Therapie von Patienten mit fortgeschrittenem Lungenkarzinom hat die Therapie dieser Erkrankung in den letzten Jahren maßgeblich verändert und die Prognose für einzelne Patientengruppen deutlich gebessert. Das vorliegende Habilitationsprojekt soll zur Weiterentwicklung von individualisierten Therapiestrategien beim Lungenkarzinom beitragen. Insbesondere der optimale Umgang mit prädiktiven Biomarkern, neuen Medikamenten, innovativen Dosierungsformen und der aktuellen TNM-8 Staging-Klassifikation werden durch die vorliegende Arbeit untersucht. Die aktuellen Arbeiten tragen zu einer weiteren Verbesserung der individualisierten Tumortherapie bei. Wir konnten klinische Faktoren sowie CT-bildmorphologischen Kriterien, die mit molekularbiologischen Veränderungen einhergehen, charakterisieren und somit Situationen definiert, in denen die molekularbiologischen Diagnostik priorisiert werden muss. Zusätzlich haben wir die Therapiemöglichkeiten bei Patienten mit EGFR-Mutation und ZNS-Metastasen untersucht, und die Wirksamkeit von Afatinib in dieser Situation bestätigt. Wir konnten auch die Machbarkeit eines innovativen Therapieschemas mit metronomem, oralem Vinorelbin untersuchen und die Grundlagen für weitere klinische Studien legen. Wir konnten die Messbarkeit und klinische Relevanz von Interleukin-22 in Lavageproben bei Lungentumorpatienten untersuchen und die klinische Relevanz von Lavage als minimalinvasives, diagnostisches Verfahren bei Lungenkrebspatienten belegen. Des Weiteren konnten wir die Relevanz der neuen TNM-Klassifizierung bei Patienten im metastasierten Stadium untersuchen und dabei eine Empfehlung zur PET-CT Untersuchung beim Staging formulieren. Weitere Studien, die die Individualisierung der Therapie im lokal fortgeschrittenen sowie fortgeschrittenen Stadium weiterentwickeln sollen, sind geplant. Dabei sollen die Wirksamkeit der Lungenkrebstherapie weiter optimiert werden und der Einsatz von nicht-wirksamen Therapien und die damit verbundenen Kosten und Nebenwirkungen minimiert werden.
Lungenkarzinom; thorakale Onkologie; IL-22; TNM-8; EGFR; ALK; Biomarker; Metastasen
Tufman, Amanda
2018
German
Universitätsbibliothek der Ludwig-Maximilians-Universität München
Tufman, Amanda (2018): Klinische und experimentelle Untersuchungen zur individualisierten Therapie beim Lungenkarzinom. Habilitationsschrift, LMU München: Faculty of Medicine
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Abstract

Die individualisierte Therapie von Patienten mit fortgeschrittenem Lungenkarzinom hat die Therapie dieser Erkrankung in den letzten Jahren maßgeblich verändert und die Prognose für einzelne Patientengruppen deutlich gebessert. Das vorliegende Habilitationsprojekt soll zur Weiterentwicklung von individualisierten Therapiestrategien beim Lungenkarzinom beitragen. Insbesondere der optimale Umgang mit prädiktiven Biomarkern, neuen Medikamenten, innovativen Dosierungsformen und der aktuellen TNM-8 Staging-Klassifikation werden durch die vorliegende Arbeit untersucht. Die aktuellen Arbeiten tragen zu einer weiteren Verbesserung der individualisierten Tumortherapie bei. Wir konnten klinische Faktoren sowie CT-bildmorphologischen Kriterien, die mit molekularbiologischen Veränderungen einhergehen, charakterisieren und somit Situationen definiert, in denen die molekularbiologischen Diagnostik priorisiert werden muss. Zusätzlich haben wir die Therapiemöglichkeiten bei Patienten mit EGFR-Mutation und ZNS-Metastasen untersucht, und die Wirksamkeit von Afatinib in dieser Situation bestätigt. Wir konnten auch die Machbarkeit eines innovativen Therapieschemas mit metronomem, oralem Vinorelbin untersuchen und die Grundlagen für weitere klinische Studien legen. Wir konnten die Messbarkeit und klinische Relevanz von Interleukin-22 in Lavageproben bei Lungentumorpatienten untersuchen und die klinische Relevanz von Lavage als minimalinvasives, diagnostisches Verfahren bei Lungenkrebspatienten belegen. Des Weiteren konnten wir die Relevanz der neuen TNM-Klassifizierung bei Patienten im metastasierten Stadium untersuchen und dabei eine Empfehlung zur PET-CT Untersuchung beim Staging formulieren. Weitere Studien, die die Individualisierung der Therapie im lokal fortgeschrittenen sowie fortgeschrittenen Stadium weiterentwickeln sollen, sind geplant. Dabei sollen die Wirksamkeit der Lungenkrebstherapie weiter optimiert werden und der Einsatz von nicht-wirksamen Therapien und die damit verbundenen Kosten und Nebenwirkungen minimiert werden.