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Evaluation der MRT-Diagnostik nach Sprunggelenksdistorsionen bei Kindern und Jugendlichen. sinnvolles Instrument zur Diagnostik relevanter Verletzungen im oberen Sprunggelenk?
Evaluation der MRT-Diagnostik nach Sprunggelenksdistorsionen bei Kindern und Jugendlichen. sinnvolles Instrument zur Diagnostik relevanter Verletzungen im oberen Sprunggelenk?
Fragestellung: Bestimmung des sinnvollen Einsatzes der MRT nach traumatischer Sprunggelenksdistorsion bei Kindern und Jugendlichen. Methoden: Bei 53 Kindern und Jugendlichen wurde aufgrund persistierender Beschwerden bei der Kontrolluntersuchung durchschnittlich 20 Tage nach dem Trauma eine MRT des Sprunggelenks durchgeführt. Anhand der MRT-Befunde wurde die im konventionellen Röntgen gestellte Diagnose verglichen und die Therapie bei Bedarf angepasst. Es wurde ein klinisches Follow-up nach durchschnittlich 18 Monaten angeschlossen in welchem die Patienten zu Beschwerden befragt und klinisch unterschucht wurden. Ergebnisse: Kollateralbandläsionen konnten wir bei 68% der Patienten feststellen. Ein Bone bruise zeigte sich bei 62%, davon bei 8 Patienten in ausgeprägter Form. Bei 6 Patienten konnten wir 8 osteochondrale Läsionen nachweisen (7 am Talus, 1 an der distalen tibialen Gelenkfläche). Bei 6 Patienten zeigte sich in der MRT eine Fraktur. Insgesamt änderte sich die Diagnose durch den Einsatz der MRT in 74% der Fälle, zu einer Änderung der Therapie kam es in 34% der Fälle. Bei unserer standardisierten Nachuntersuchung konnten wir von 70% der Patienten Daten erheben. Hierbei gaben 43% der Patienten persistierende Beschwerden an. Diesbezüglich konnten wir für OCL und Bandläsionen eine signifikante Korrelation nachweisen. Vorangegangene Frakturen oder ausgedehnte Bone bruises zeigten keinen signifikanten Einfluss auf persistierende Beschwerden im Follow-up. Schlussfolgerung: In unserer Studie wurden durch den Einsatz der MRT in 34% der Fälle therapierelevante Läsionen gefunden, welche dem Standardröntgen entgangen waren. Zudem konnten wir in unserer Nachuntersuchung zeigen, dass v. a. OCL und Seitenbandläsionen zu persistierenden Beschwerden führen können. In Zusammenschau aller in unserer Studie gezeigten Ergebnisse sehen wir den Einsatz der MRT bei all jenen Patienten als sinnvoll an, bei denen die Ottawa Ankle Rules initial positiv waren und die trotz einer Ruhigstellung von ca. 1 Woche über anhaltende Beschwerden klagen.
Not available
Unterthiner, Manuel
2018
German
Universitätsbibliothek der Ludwig-Maximilians-Universität München
Unterthiner, Manuel (2018): Evaluation der MRT-Diagnostik nach Sprunggelenksdistorsionen bei Kindern und Jugendlichen: sinnvolles Instrument zur Diagnostik relevanter Verletzungen im oberen Sprunggelenk?. Dissertation, LMU München: Faculty of Medicine
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Abstract

Fragestellung: Bestimmung des sinnvollen Einsatzes der MRT nach traumatischer Sprunggelenksdistorsion bei Kindern und Jugendlichen. Methoden: Bei 53 Kindern und Jugendlichen wurde aufgrund persistierender Beschwerden bei der Kontrolluntersuchung durchschnittlich 20 Tage nach dem Trauma eine MRT des Sprunggelenks durchgeführt. Anhand der MRT-Befunde wurde die im konventionellen Röntgen gestellte Diagnose verglichen und die Therapie bei Bedarf angepasst. Es wurde ein klinisches Follow-up nach durchschnittlich 18 Monaten angeschlossen in welchem die Patienten zu Beschwerden befragt und klinisch unterschucht wurden. Ergebnisse: Kollateralbandläsionen konnten wir bei 68% der Patienten feststellen. Ein Bone bruise zeigte sich bei 62%, davon bei 8 Patienten in ausgeprägter Form. Bei 6 Patienten konnten wir 8 osteochondrale Läsionen nachweisen (7 am Talus, 1 an der distalen tibialen Gelenkfläche). Bei 6 Patienten zeigte sich in der MRT eine Fraktur. Insgesamt änderte sich die Diagnose durch den Einsatz der MRT in 74% der Fälle, zu einer Änderung der Therapie kam es in 34% der Fälle. Bei unserer standardisierten Nachuntersuchung konnten wir von 70% der Patienten Daten erheben. Hierbei gaben 43% der Patienten persistierende Beschwerden an. Diesbezüglich konnten wir für OCL und Bandläsionen eine signifikante Korrelation nachweisen. Vorangegangene Frakturen oder ausgedehnte Bone bruises zeigten keinen signifikanten Einfluss auf persistierende Beschwerden im Follow-up. Schlussfolgerung: In unserer Studie wurden durch den Einsatz der MRT in 34% der Fälle therapierelevante Läsionen gefunden, welche dem Standardröntgen entgangen waren. Zudem konnten wir in unserer Nachuntersuchung zeigen, dass v. a. OCL und Seitenbandläsionen zu persistierenden Beschwerden führen können. In Zusammenschau aller in unserer Studie gezeigten Ergebnisse sehen wir den Einsatz der MRT bei all jenen Patienten als sinnvoll an, bei denen die Ottawa Ankle Rules initial positiv waren und die trotz einer Ruhigstellung von ca. 1 Woche über anhaltende Beschwerden klagen.