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Fichtes Transzendentalphilosophie. ein urteilstheoretischer Ansatz zum Begriff des Objekts
Fichtes Transzendentalphilosophie. ein urteilstheoretischer Ansatz zum Begriff des Objekts
Die Arbeit behandelt Fichtes frühe Wissenschaftslehre in einer kombinierten historischen und systematischen Perspektive. Zum einen wird Fichtes Vorhaben der Wissenschaftslehre in den historischen Kontext der kantischen und nachkantischen Philosophie gestellt. Dabei spielt neben dem Werk Kants, insbesondere der Kritik der reinen Vernunft, dessen (meta-)kritische Rezeption durch K. L. Reinhold und S. Maimon eine wichtige Rolle. Zum anderen behandelt die Arbeit Fichtes frühe Wissenschaftslehre als Beitrag zu einer nicht-empirischen, „transzendentalen“ Theorie gültigen Gegenstandsbezugs. Dabei kommen grundsätzliche Überlegungen zum methodischen und doktrinalen Charakter der Wissenschaftslehre als Urteilstheorie ins Spiel. In der Durchführung ihres historisch fundierten und systematisch orientierten Projekts zur urteilstheoretischen Objektkonzeption beim frühen Fichte verfährt die Arbeit im Wesentlichen interpretatorisch und rekonstruktiv. Nachdem zunächst die historischen Bezüge im einleitenden Kapitel dargelegt wurden widmen sich die drei mittleren Kapitel der Arbeit den drei Teilen von Fichtes Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre, bevor dann im abschließenden Kapitel die bisher erzielten Resultate in den aktuelleren analytischen Horizont gestellt werden. Damit leistet die Arbeit einen konstruktiven und eigenständigen Beitrag zum wünschenswerten, ja fälligen und auch bereits vielfach unternommenen rapprochement zwischen der klassischen deutschen Philosophie und der inzwischen selbst historisch gewordenen analytischen Philosophie des 20. Jahrhunderts.
Fichte, Deutscher Idealismus, Transzendentalphilosophie, Objekt, Gegenstandsbezug
Tse, Chiu Yui Plato
2017
German
Universitätsbibliothek der Ludwig-Maximilians-Universität München
Tse, Chiu Yui Plato (2017): Fichtes Transzendentalphilosophie: ein urteilstheoretischer Ansatz zum Begriff des Objekts. Dissertation, LMU München: Faculty of Philosophy, Philosophy of Science and the Study of Religion
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Abstract

Die Arbeit behandelt Fichtes frühe Wissenschaftslehre in einer kombinierten historischen und systematischen Perspektive. Zum einen wird Fichtes Vorhaben der Wissenschaftslehre in den historischen Kontext der kantischen und nachkantischen Philosophie gestellt. Dabei spielt neben dem Werk Kants, insbesondere der Kritik der reinen Vernunft, dessen (meta-)kritische Rezeption durch K. L. Reinhold und S. Maimon eine wichtige Rolle. Zum anderen behandelt die Arbeit Fichtes frühe Wissenschaftslehre als Beitrag zu einer nicht-empirischen, „transzendentalen“ Theorie gültigen Gegenstandsbezugs. Dabei kommen grundsätzliche Überlegungen zum methodischen und doktrinalen Charakter der Wissenschaftslehre als Urteilstheorie ins Spiel. In der Durchführung ihres historisch fundierten und systematisch orientierten Projekts zur urteilstheoretischen Objektkonzeption beim frühen Fichte verfährt die Arbeit im Wesentlichen interpretatorisch und rekonstruktiv. Nachdem zunächst die historischen Bezüge im einleitenden Kapitel dargelegt wurden widmen sich die drei mittleren Kapitel der Arbeit den drei Teilen von Fichtes Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre, bevor dann im abschließenden Kapitel die bisher erzielten Resultate in den aktuelleren analytischen Horizont gestellt werden. Damit leistet die Arbeit einen konstruktiven und eigenständigen Beitrag zum wünschenswerten, ja fälligen und auch bereits vielfach unternommenen rapprochement zwischen der klassischen deutschen Philosophie und der inzwischen selbst historisch gewordenen analytischen Philosophie des 20. Jahrhunderts.