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Verlaufsbeurteilung der Intima-Media-Dicke bei Patienten mit primärem Hyperaldosteronismus
Verlaufsbeurteilung der Intima-Media-Dicke bei Patienten mit primärem Hyperaldosteronismus
In der vorliegenden Arbeit wurde die Intima-Media-Dicke und deren Verlauf über den Zeitraum eines Jahres unter spezifischer Therapie bei Patienten mit primärem Hyperaldosteronismus in den Untergruppen des Aldosteron produzierenden Adenoms sowie der bilateralen adrenalen Hyperplasie verglichen. Untersucht wurden verschiedene Einflussfaktoren und deren Auswirkung auf die Intima-Media-Dicke. Darüber hinaus wurde die Mirkoalbuminurie in Hinblick auf die Eignung als Surrogatmarker für den Therapieerfolg evaluiert. Die Kohorte bestand aus 60 Patienten mit gesichertem primärem Hyperaldosteronismus, welche sich über den Zeitraum von Oktober 2008 bis Februar 2013 im Rahmen des Conn-Registers in München vorstellten. Es konnte gezeigt werden, dass bezüglich der Hypertonie in beiden Untergruppen durch die spezifische Therapie innerhalb eines Jahres, in der Mehrzahl der Fälle, eine Normalisierung des Blutdrucks erreicht werden konnte. Bei der Untergruppe des Aldosteron produzierenden Adenoms konnte häufig auch eine biochemische Komplettremission erzielt werden. Nichtsdestotrotz nahm die Intima-Media-Dicke in der Gesamtkohorte im gleichen Zeitraum zu. Die Subtypen waren in Hinblick auf die kardiovaskulären Risikofaktoren homogen. Der Ausgangswert der Intima-Media-Dicke lag bei den Patienten mit einem Aldosteron produzierendem Adenom nicht signifikant höher. Jedoch konnte für die Untergruppen kein signifikanter Unterschied in der Zunahme der Intima-Media-Dicke, der Optimierung des Blutdrucks oder der Verringerung der Mikroalbuminurie aufgezeigt werden. Die Intima-Media-Dicke zeigte sich sehr abhängig von unbeeinflussbaren Faktoren wie Alter und auch Geschlecht. Die Mikroalbuminurie hingegen zeigte in beiden Kohorten im Vergleich zur Intima-Media-Dicke den Therapieerfolg hinsichtlich der Blutdruckeinstellung durch eine Normalisierung der Messwerte an. Auch präsentierte sie sich nicht so abhängig von Alter, Geschlecht sowie den üblichen kardiovaskulären Risikofaktoren. Aus diesem Grund könnte die Mikroalbuminurie als Surrogatmarker für das Therapieansprechen herangezogen werden. Eine Aussage über das kardiovaskuläre Langzeitergebnis erlaubt sie jedoch nicht.
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Engler, Tobias
2017
German
Universitätsbibliothek der Ludwig-Maximilians-Universität München
Engler, Tobias (2017): Verlaufsbeurteilung der Intima-Media-Dicke bei Patienten mit primärem Hyperaldosteronismus. Dissertation, LMU München: Faculty of Medicine
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Abstract

In der vorliegenden Arbeit wurde die Intima-Media-Dicke und deren Verlauf über den Zeitraum eines Jahres unter spezifischer Therapie bei Patienten mit primärem Hyperaldosteronismus in den Untergruppen des Aldosteron produzierenden Adenoms sowie der bilateralen adrenalen Hyperplasie verglichen. Untersucht wurden verschiedene Einflussfaktoren und deren Auswirkung auf die Intima-Media-Dicke. Darüber hinaus wurde die Mirkoalbuminurie in Hinblick auf die Eignung als Surrogatmarker für den Therapieerfolg evaluiert. Die Kohorte bestand aus 60 Patienten mit gesichertem primärem Hyperaldosteronismus, welche sich über den Zeitraum von Oktober 2008 bis Februar 2013 im Rahmen des Conn-Registers in München vorstellten. Es konnte gezeigt werden, dass bezüglich der Hypertonie in beiden Untergruppen durch die spezifische Therapie innerhalb eines Jahres, in der Mehrzahl der Fälle, eine Normalisierung des Blutdrucks erreicht werden konnte. Bei der Untergruppe des Aldosteron produzierenden Adenoms konnte häufig auch eine biochemische Komplettremission erzielt werden. Nichtsdestotrotz nahm die Intima-Media-Dicke in der Gesamtkohorte im gleichen Zeitraum zu. Die Subtypen waren in Hinblick auf die kardiovaskulären Risikofaktoren homogen. Der Ausgangswert der Intima-Media-Dicke lag bei den Patienten mit einem Aldosteron produzierendem Adenom nicht signifikant höher. Jedoch konnte für die Untergruppen kein signifikanter Unterschied in der Zunahme der Intima-Media-Dicke, der Optimierung des Blutdrucks oder der Verringerung der Mikroalbuminurie aufgezeigt werden. Die Intima-Media-Dicke zeigte sich sehr abhängig von unbeeinflussbaren Faktoren wie Alter und auch Geschlecht. Die Mikroalbuminurie hingegen zeigte in beiden Kohorten im Vergleich zur Intima-Media-Dicke den Therapieerfolg hinsichtlich der Blutdruckeinstellung durch eine Normalisierung der Messwerte an. Auch präsentierte sie sich nicht so abhängig von Alter, Geschlecht sowie den üblichen kardiovaskulären Risikofaktoren. Aus diesem Grund könnte die Mikroalbuminurie als Surrogatmarker für das Therapieansprechen herangezogen werden. Eine Aussage über das kardiovaskuläre Langzeitergebnis erlaubt sie jedoch nicht.