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Ludwig Thiersch in Athen um 1850. Neobyzantinismus im Kontext des Philhellenismus
Ludwig Thiersch in Athen um 1850. Neobyzantinismus im Kontext des Philhellenismus
Der Münchner Maler Ludwig Thiersch (1825–1909) beschäftigte sich als einer der ersten westlichen Künstler mit byzantinischen Ikonen an ihrem Ursprungsort in Griechenland und entwickelte dabei ein wesentlich tieferes Verständnis für die östliche Bildsprache, als es im Deutschland des 19. Jahrhunderts üblich war. Anhand von Korrespondenzen und Tagebuchaufzeichnungen, die sich im Nachlass des Künstlers in der Handschriftenabteilung der Bayerischen Staatsbibliothek befinden, eröffnen sich Ansätze für eine Neubewertung Ludwig Thierschs. Ein Schwerpunkt der Briefe liegt in der künstlerischen Bezugnahme auf Antike und Philhellenismus, auf deren Basis der Maler eine neue religiöse Bildsprache entwickeln wollte. Neueste Ergebnisse der Philhellenismus-Forschung lassen die neobyzantinische Kunst Ludwig Thierschs in völlig neuem Licht erscheinen. Die Antikenrezeption wird innerhalb der Philhellenismus-Forschung neu verortet und gewinnt dabei eine größere inhaltliche und historische Weite. Der religionsphilosophische Ansatz F.W.J. Schellings wird dabei zum Schlüssel für Thierschs Antikenverständnis und darüber hinaus zur Voraussetzung für eine theologische Annäherung zwischen West und Ost.
Ludwig Thiersch; Friedrich Thiersch; Ludwig I.; Otto I.; Franz von Baader; F.W.J. Schelling; München-Athen; Nikodemuskirche Athen; Neobyzantinismus; Malerei des 19. Jahrhunderts; religiöse Malerei des 19. Jahrhunderts; Erweckungsbewegung; Hellenisierung; Kirchenväter; Oxfordbewegung; ostkirchliches Bild; ludovicianische Sakralarchitektur;
Kaiser, Hanna
2014
German
Universitätsbibliothek der Ludwig-Maximilians-Universität München
Kaiser, Hanna (2014): Ludwig Thiersch in Athen um 1850: Neobyzantinismus im Kontext des Philhellenismus. Dissertation, LMU München: Faculty of History and the Arts
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Abstract

Der Münchner Maler Ludwig Thiersch (1825–1909) beschäftigte sich als einer der ersten westlichen Künstler mit byzantinischen Ikonen an ihrem Ursprungsort in Griechenland und entwickelte dabei ein wesentlich tieferes Verständnis für die östliche Bildsprache, als es im Deutschland des 19. Jahrhunderts üblich war. Anhand von Korrespondenzen und Tagebuchaufzeichnungen, die sich im Nachlass des Künstlers in der Handschriftenabteilung der Bayerischen Staatsbibliothek befinden, eröffnen sich Ansätze für eine Neubewertung Ludwig Thierschs. Ein Schwerpunkt der Briefe liegt in der künstlerischen Bezugnahme auf Antike und Philhellenismus, auf deren Basis der Maler eine neue religiöse Bildsprache entwickeln wollte. Neueste Ergebnisse der Philhellenismus-Forschung lassen die neobyzantinische Kunst Ludwig Thierschs in völlig neuem Licht erscheinen. Die Antikenrezeption wird innerhalb der Philhellenismus-Forschung neu verortet und gewinnt dabei eine größere inhaltliche und historische Weite. Der religionsphilosophische Ansatz F.W.J. Schellings wird dabei zum Schlüssel für Thierschs Antikenverständnis und darüber hinaus zur Voraussetzung für eine theologische Annäherung zwischen West und Ost.