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Bollig, Antonia (2016): Die Krankheitslast der oralen Mukositis. Dissertation, LMU München: Medizinische Fakultät
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Abstract

Die orale Mukositis ist eine Nebenwirkung von Chemo- und Strahlentherapien. Damit verbunden ist das Risiko für das Auftreten weiterer Komplikationen wie z.B. Infektionen und der negative Einfluss auf die Lebensqualität der Patienten sowie die Behandlungskosten aus Sicht des Leistungserbringers. Ziel dieser Arbeit war es, die Krankheitslast der oralen Mukositis in Bezug auf Epidemiologie, Behandlung, Lebensqualität und ökonomische Aspekte darzustellen. Hierzu wurden komplementäre methodische Ansätze gewählt. Eine systematische Literaturrecherche/ -analyse nach Richtlinien des Health Technology Assessments, eine retrospektive Analyse von Daten aus der klinischen Routineversorgung und eine Befragung von Pflegepersonal. Die systematische Literaturrecherche erzielte initial 420 Treffer zu oraler Mukositis und Epidemiologie. Davon waren nach genauer Analyse nur 17 Studien verwertbar. Zu oraler Mukositis und Lebensqualität ergab die systematische Literaturrecherche 244 Treffer. Davon konnten nur neun Studien verwendet werden. Die systematische Literaturrecherche zu oraler Mukositis und Kosten erzielte 120 Treffer. Davon waren nur sechs Studien verwertbar. Im empirischen Teil dieser Arbeit wurden 24 Patienten, die mit Hochdosis-Methotrexat im Klinikum der Universität München behandelt wurden, für die retrospektive Analyse identifiziert. Davon konnten nur von 15 Patienten Daten für die Auswertung eingeschlossen werden. Bei sieben Patienten konnte eine dokumentierte orale Mukositis erfasst werden. Der höchste dokumentierte Schweregrad betrug 2-3. Bei einem Patienten wurden keine Angaben zum Schweregrad dokumentiert, Schweregrad 1 wurde drei Mal, Schweregrad 1-2, 2 und 2-3 wurden jeweils einmal erhoben. Insgesamt besteht bisher eine geringe Datenlage zur Krankheitslast der oralen Mukositis. Die vorliegende Arbeit bietet eine Basis für notwendige prospektive Studien zur oralen Mukositis.