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Sydykova, Djyldyz (2007): 18F-FDG-PET and Neuropsychological Testing in Different Types of Neurodegenerative Dementias. Dissertation, LMU München: Faculty of Medicine
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Abstract

Demenz ist ein Syndrom, das durch einen Verlust der kognitiven Funktionen wie Gedächtnis, Orientierung und Denken sowie eine Beeinträchtigung der Alltagsrelevanz charakterisiert ist. Patienten mit einer Demenz zeigen ein regionales Defizit des Glucosemetabolismus im Gehirn. Das Ziel dieser Studie ist, einen Zusammenhang zwischen der neuropsychologischen Untersuchung und des regionalen Glucosemetabolismus des Gehirns bei Demenz-Patienten zu finden. In dieser Studie wurden 24 Patienten mit einer Demenz im Alter 69.2  7.5 Jahren, die nach den Kriterien der ICD-10 und der DSM-IV diagnosziert wurden, eingeschlossen. Die kognitiven Leistungen wurden mit Hilfe der CERAD-NP Testbatterie, des Uhrentests nach Shulman und des Stroop-Paradigmas nach dem Nürnberger-Alters-Inventar (NAI) getestet. Die MRT- und FDG-PET Untersuchungen wurden bei allen Patienten durchgeführt. Die Bildgebungsdatensätze wurden mit Hilfe der Medical Image Processing, Analysis and Visualisation software (MIPAV) nach der Region of Interest (ROI) – Methode in neun Gehirnregionen (die rechten und linken Hemisphären, der rechte und linke Gyrus frontalis inferior, der rechte und linke Hippocampus, der rechte und linke Parietallappen) ausgewertet. Die Daten wurden mittels des Spearman-Koeffizierten korreliert. In dieser Studie wurde eine signifikante Korrelation zwischen dem MMSE–Wert und dem Hypometabolismus im linken und rechten Parietallappen ermittelt. Beeinträchtigungen in der verbalen Lernleistung (Wortliste Lernen im CERAD-NP) korrelierten mit einem Hypometabolismus in der linken Hemisphäre, dem linken und rechten Hippocampus und dem linken Parietallappen. Zusätzlich wurde eine signifikante Korrelation zwischen der Wortliste Wiedererkennen (CERAD-NP) und einem reduzierten zerebralen Metabolismus des linken Gyrus frontalis inferior gefunden. Die konstruktive Praxis (CERAD-NP) korrelierte mit einem verringerten Glukosemetabolismus in der rechten Hemisphäre. Die visuokonstruktive Praxis (Uhrentest) konnte nicht signifikant mit spezifischen Gehirnregionen in Verbindung gebracht werden. Auffälligkeiten im Stroop-Paradigma korrelierten mit einem Hypometabolismus im rechten Gyrus frontalis inferior. Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass spezifische kognitive Defizite Aufschluss über die entsprechende Lokalisation der neurodegenerativen Erkrankung im Gehirn geben können.