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Nachweis von murinen Helicobacter-Spezies in Kotproben von Mäusen mittels Multiplex-PCR
Nachweis von murinen Helicobacter-Spezies in Kotproben von Mäusen mittels Multiplex-PCR
In den letzten Jahren wurde ein immer größeres Augenmerk auf mausspezifische Helicobacter-Spezies in Versuchstierhaltungen gelegt, da Infektionen mit murinen Helicobacter einen Einfluss auf die Gesundheit der Mäuse haben und ein mögliches zoonotisches Risiko für den Forscher darstellen können. Um die Gefahr von Kreuzreaktionen während Experimenten zu minimieren und somit im Sinne der 3R zu handeln, muss eine verlässliche Nachweismethode zur Überwachung der Helicobacter Infektionen in Versuchstierhaltungen vorhanden sein. Das Ziel dieser Arbeit war die Optimierung des Nachweises der am weitest verbreiteten murinen Helicobacter-Spezies: H. hepaticus, H. bilis, H. muridarum, H. rodentium and H. typhlonius, indem eine Multiplex-PCR etabliert wurde, welche die fünf verschiedenen Spezies zeitgleich nachweisen kann. Zur Qualitätssicherung wurde die Nachweismethode, basierend auf Empfehlung für In-House entwickelte Tests, validiert. Die etablierte Methode zeigt eine hohe Sensitivität und Spezifität. Jede untersuchte Helicobacter spp. konnte bis zu einem Limit von 102 Bakterien nachgewiesen werden. Um den Richtlinien der 3R‘s zu entsprechen, wurden, um eine Infektion mit Helicobacter Spezies nachzuweisen, Kotproben der Mäuse gewonnen. Die Methode erwies sich als ein verlässliches, ökonomisches und zeitersparendes diagnostisches Mittel für die Routine-Gesundheitsüberwachung. Acht verschiedene Münchner Versuchstierhaltungen wurden mit der etablierten Methode untersucht und eine Prävalenz von H. rodentium 57 %, H. hepaticus 46 %, H. typhlonius 17 %, H. bilis 12 %, H. muridarum 0 % gefunden. Weitere Studien sind notwendig um die hohe Prävalenz von H. rodentium in Münchner Versuchstierhaltungen zu evaluieren, da dieser EHS bis jetzt nicht in den FELASA Empfehlungen für das Hygienemonitoring erwähnt wird., Murine Helicobacter species have become very important in research facilities over the last years due to their increasing prevalence. Natural infections with enterohepatic Helicobacter species may interfere with experiments and have a negative effect on the health of either mice or researchers themselves. In order to minimize these adverse effects, a reliable method for health monitoring in animal facilities needs to be available. The aim of this study was to optimize the detection of the most common murine Helicobacter species: H. hepaticus, H. bilis, H. muridarum, H. rodentium and H. typhlonius. This was done by designing a novel multiplex-PCR that detects these five strains simultaneously via faeces samples. To ensure the quality of the results the method was validated for tests developed in-house. The method turned out to be highly sensitive and specific. All five strains were detectable up to a limit of 102 bacteria. The established and validated multiplex-PCR is capable of screening a great number of mice non-invasively and thus, is in line with the 3R. Furthermore, for routine health monitoring it is a reliable, economic and time-saving diagnostic tool. Eight different animal facilities in Munich were tested to get an overview of the prevalence of Helicobacter spp in this area. We found that H. hepaticus had a prevalence of 46 % in positive samples, H. rodentium 57%; H. typhlonius 17%, H.bilis 12%, H.muridarum 0%. Further prevalence studies are needed to evaluate the importance of H. rodentium, as until now this agent is not listed in the FELASA recommendations for health monitoring.
Not available
Neubert, Vanessa
2024
Deutsch
Universitätsbibliothek der Ludwig-Maximilians-Universität München
Neubert, Vanessa (2024): Nachweis von murinen Helicobacter-Spezies in Kotproben von Mäusen mittels Multiplex-PCR. Dissertation, LMU München: Tierärztliche Fakultät
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Abstract

In den letzten Jahren wurde ein immer größeres Augenmerk auf mausspezifische Helicobacter-Spezies in Versuchstierhaltungen gelegt, da Infektionen mit murinen Helicobacter einen Einfluss auf die Gesundheit der Mäuse haben und ein mögliches zoonotisches Risiko für den Forscher darstellen können. Um die Gefahr von Kreuzreaktionen während Experimenten zu minimieren und somit im Sinne der 3R zu handeln, muss eine verlässliche Nachweismethode zur Überwachung der Helicobacter Infektionen in Versuchstierhaltungen vorhanden sein. Das Ziel dieser Arbeit war die Optimierung des Nachweises der am weitest verbreiteten murinen Helicobacter-Spezies: H. hepaticus, H. bilis, H. muridarum, H. rodentium and H. typhlonius, indem eine Multiplex-PCR etabliert wurde, welche die fünf verschiedenen Spezies zeitgleich nachweisen kann. Zur Qualitätssicherung wurde die Nachweismethode, basierend auf Empfehlung für In-House entwickelte Tests, validiert. Die etablierte Methode zeigt eine hohe Sensitivität und Spezifität. Jede untersuchte Helicobacter spp. konnte bis zu einem Limit von 102 Bakterien nachgewiesen werden. Um den Richtlinien der 3R‘s zu entsprechen, wurden, um eine Infektion mit Helicobacter Spezies nachzuweisen, Kotproben der Mäuse gewonnen. Die Methode erwies sich als ein verlässliches, ökonomisches und zeitersparendes diagnostisches Mittel für die Routine-Gesundheitsüberwachung. Acht verschiedene Münchner Versuchstierhaltungen wurden mit der etablierten Methode untersucht und eine Prävalenz von H. rodentium 57 %, H. hepaticus 46 %, H. typhlonius 17 %, H. bilis 12 %, H. muridarum 0 % gefunden. Weitere Studien sind notwendig um die hohe Prävalenz von H. rodentium in Münchner Versuchstierhaltungen zu evaluieren, da dieser EHS bis jetzt nicht in den FELASA Empfehlungen für das Hygienemonitoring erwähnt wird.

Abstract

Murine Helicobacter species have become very important in research facilities over the last years due to their increasing prevalence. Natural infections with enterohepatic Helicobacter species may interfere with experiments and have a negative effect on the health of either mice or researchers themselves. In order to minimize these adverse effects, a reliable method for health monitoring in animal facilities needs to be available. The aim of this study was to optimize the detection of the most common murine Helicobacter species: H. hepaticus, H. bilis, H. muridarum, H. rodentium and H. typhlonius. This was done by designing a novel multiplex-PCR that detects these five strains simultaneously via faeces samples. To ensure the quality of the results the method was validated for tests developed in-house. The method turned out to be highly sensitive and specific. All five strains were detectable up to a limit of 102 bacteria. The established and validated multiplex-PCR is capable of screening a great number of mice non-invasively and thus, is in line with the 3R. Furthermore, for routine health monitoring it is a reliable, economic and time-saving diagnostic tool. Eight different animal facilities in Munich were tested to get an overview of the prevalence of Helicobacter spp in this area. We found that H. hepaticus had a prevalence of 46 % in positive samples, H. rodentium 57%; H. typhlonius 17%, H.bilis 12%, H.muridarum 0%. Further prevalence studies are needed to evaluate the importance of H. rodentium, as until now this agent is not listed in the FELASA recommendations for health monitoring.