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Darstellungen der Securitas auf Münzen der Römischen Kaiserzeit
Darstellungen der Securitas auf Münzen der Römischen Kaiserzeit
Gegenstand der Arbeit ist die Betrachtung und Interpretation von Securitas, der römischen Personifikation der Sicherheit und Sorglosigkeit, in etymologischem, archäologischem, numismatischem und geschichtlichem Kontext. Als sogenannte „Begriffsgottheit“ weist Securitas Ähnlichkeiten zu anderen vergöttlichten Tugenden und Charakteristika der römischen Kaiserzeit wie etwa Pax, Concordia oder Aeternitas auf, doch bereits im 1. Jh. v. Chr. wird der Begriff securitas – noch in seiner primären Bedeutung als Sorglosigkeit – unter anderem von Cicero gebraucht (beispielsweise bezeichnet als Grundlage des guten Lebens in Cic. Tusc. 5,42), während die Bedeutungsergänzung als Sicherheit zeitlich später, wohl zu Beginn des 1. Jh. n. Chr., anzusetzen ist und sich hierbei zu Anfang auf den mit Augustus eingetretenen Frieden bezieht. Ein entsprechender Kult in spätaugusteischer-frühtiberischer Zeit ist durch einen Altar aus Praeneste belegt und zeigt, dass der Securitas bereits kultische Verehrung entgegengebracht wurde. Erstmals bildlich fassbar ist die Securitas jedoch erst im Jahr 63/64 n. Chr. auf Münzen des Kaisers Nero. Die Tatsache, dass die Personifikation, einmal erfolgreich etabliert, im Laufe der Kaiserzeit immer wieder als Münzbild aufgegriffen und mit einer reichen Vielfalt an Darstellungsvarianten bis ins 4. Jh. n. Chr. weiterhin verwendet wurde, bildet die historische Grundlage der Frage nach ihrer Bedeutung und schaffte eine ausreichende Materialbasis für die Durchführung dieser Untersuchung ihrer bildlichen und inhaltlichen Entwicklung.
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Rote, Hemma
2021
German
Universitätsbibliothek der Ludwig-Maximilians-Universität München
Rote, Hemma (2021): Darstellungen der Securitas auf Münzen der Römischen Kaiserzeit. Dissertation, LMU München: Faculty of History and the Arts
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Abstract

Gegenstand der Arbeit ist die Betrachtung und Interpretation von Securitas, der römischen Personifikation der Sicherheit und Sorglosigkeit, in etymologischem, archäologischem, numismatischem und geschichtlichem Kontext. Als sogenannte „Begriffsgottheit“ weist Securitas Ähnlichkeiten zu anderen vergöttlichten Tugenden und Charakteristika der römischen Kaiserzeit wie etwa Pax, Concordia oder Aeternitas auf, doch bereits im 1. Jh. v. Chr. wird der Begriff securitas – noch in seiner primären Bedeutung als Sorglosigkeit – unter anderem von Cicero gebraucht (beispielsweise bezeichnet als Grundlage des guten Lebens in Cic. Tusc. 5,42), während die Bedeutungsergänzung als Sicherheit zeitlich später, wohl zu Beginn des 1. Jh. n. Chr., anzusetzen ist und sich hierbei zu Anfang auf den mit Augustus eingetretenen Frieden bezieht. Ein entsprechender Kult in spätaugusteischer-frühtiberischer Zeit ist durch einen Altar aus Praeneste belegt und zeigt, dass der Securitas bereits kultische Verehrung entgegengebracht wurde. Erstmals bildlich fassbar ist die Securitas jedoch erst im Jahr 63/64 n. Chr. auf Münzen des Kaisers Nero. Die Tatsache, dass die Personifikation, einmal erfolgreich etabliert, im Laufe der Kaiserzeit immer wieder als Münzbild aufgegriffen und mit einer reichen Vielfalt an Darstellungsvarianten bis ins 4. Jh. n. Chr. weiterhin verwendet wurde, bildet die historische Grundlage der Frage nach ihrer Bedeutung und schaffte eine ausreichende Materialbasis für die Durchführung dieser Untersuchung ihrer bildlichen und inhaltlichen Entwicklung.