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Untersuchungen zu Lexikon und Metrik des Tocharischen
Untersuchungen zu Lexikon und Metrik des Tocharischen
"Kapitel I: Einleitung" enthält die folgenden Abschnitte: 1. Gegenstand der Arbeit; 2. Forschungsstand; 3 Besprechung der früheren Untersuchungen zum tocharischen Lexikon; 4 Die Forschungsmethode aufgrund der altuigurischen Materialien; 5 Vergleich der indischen, chinesischen und tibetischen Paralleltexte; 6 Überblick über den Hauptinhalt. Unter "2. Forschungsstand" werden 2.1 Tocharische Metrik und 2.2 Tocharisches Lexikon besprochen. Unter 3. Abschnitt werden 3.1 Vinaya-Fragmente und 3.2 Sanskrit-tocharische bilinguale Texte genauer analysiert. Unter 4. und 5. Abschnitt werden die altuigurische Überlieferung, die indischen, chinesischen und tibetischen Paralleltexte besprochen. „Kapitel II: Tocharisches Lexikon“ Kapitel II besteht aus zwei Teilen: 1) Analyse einzelner tocharischer Fragmente und 2) Untersuchung einzelner tocharischer Wörter. Der Grund für diese Reihenfolge ist, dass die richtige Behandlung einiger tocharischen Wörter, besonders der Hapaxlegomena, ein richtiges Verständnis des Kontextes voraussetzt. In Abschnitt „1 Untersuchung der tocharischen Fragmente“ werden die folgenden Fragmente ausführlich behandelt: B 119, B 338, B 554, B 555, THT 1324.b und A 361. Und innerhalb der Behandlung jedes Fragments werden die dort vorkommenden schwierigen tocharischen Wörter in Bezug auf die Semantik und Etymologie ausführlich behandelt. In Abschnitt „2 Untersuchung der tocharischen Wörter“ werden folgende tocharische Wörter, die bis jetzt nicht genug philologisch untersucht sind, in Bezug auf den Hintergrund der einzelnen Belege, die Semantik und die Etymologie ausführlich behandelt: A āpsā und B ore, B passontsa, A pāt-, A pät, B pitke, B peṣte*, B peṣteu, B prāri und A prār, A marmañ und B marmanma, B yolyiyai, B ysāre und A wsār, A raritku, B lyyāsa und A lyiyā/lyā. „Kapitel III: Tocharische Metrik und Musik“ In Kapitel III „Tocharische Metrik und Musik“ werden die so genannten tocharischen Metrumsnamen untersucht und entschlüsselt, die üblicherweise den tocharischen Versen vorangehen und diese klassifizieren, und deren Bedeutung und Wiedergabe als „Melodienamen“ sich als adäquater erweist. Eine neuartige Erklärung für einige dieser Melodienamen ergibt sich aus der Auswertung chinesischer Quellen. Wichtig ist der Bericht des Qizil-Musikers Sujīva im chinesischen historischen Text Sui shu, wo die sieben Tonnamen der tocharischen Musik vorgestellt werden. Es folgt ein Überblick über die Theorie der Svara ‚Haupttöne‘ in der indischen klassischen Musik. Der Hauptteil des Kapitels besteht aus einer ausführlichen Untersuchung der sieben tocharischen Töne in Sui shu, wobei die zugrunde liegenden Sanskrit- und tocharischen Namen anhand der mittelchinesischen Aussprache der chinesischen Begriffe untersucht werden. Die tocharischen Tonnamen kommen entweder alleine oder zusammen mit anderen Melodienamen vor den Versen vor und dienen dazu, die Tonart der die Verse begleitenden Melodien zu spezifizieren. Basierend auf einem korrekten Verständnis der Melodienamen kann die etymologische Verbindung von A kaṃ und B kene mit uridg. *kan- ‚singen‘ bestätigt werden. Schließlich erlaubt eine statistische und historische Untersuchung der Melodienamen einen Einblick in die Ausbreitung der tocharischen Musiktradition, die zu einer geographischen Spaltung geführt hatte: die Verbreitung der früheren Kucha-Musik nach Osten und die Ausdehnung der Turfan-Musik nach Westen.
Tocharisch, Sanskrit, Chinesisch, Philologie, Etymologie
Pan, Tao
2019
German
Universitätsbibliothek der Ludwig-Maximilians-Universität München
Pan, Tao (2019): Untersuchungen zu Lexikon und Metrik des Tocharischen. Dissertation, LMU München: Faculty for Languages and Literatures
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Abstract

"Kapitel I: Einleitung" enthält die folgenden Abschnitte: 1. Gegenstand der Arbeit; 2. Forschungsstand; 3 Besprechung der früheren Untersuchungen zum tocharischen Lexikon; 4 Die Forschungsmethode aufgrund der altuigurischen Materialien; 5 Vergleich der indischen, chinesischen und tibetischen Paralleltexte; 6 Überblick über den Hauptinhalt. Unter "2. Forschungsstand" werden 2.1 Tocharische Metrik und 2.2 Tocharisches Lexikon besprochen. Unter 3. Abschnitt werden 3.1 Vinaya-Fragmente und 3.2 Sanskrit-tocharische bilinguale Texte genauer analysiert. Unter 4. und 5. Abschnitt werden die altuigurische Überlieferung, die indischen, chinesischen und tibetischen Paralleltexte besprochen. „Kapitel II: Tocharisches Lexikon“ Kapitel II besteht aus zwei Teilen: 1) Analyse einzelner tocharischer Fragmente und 2) Untersuchung einzelner tocharischer Wörter. Der Grund für diese Reihenfolge ist, dass die richtige Behandlung einiger tocharischen Wörter, besonders der Hapaxlegomena, ein richtiges Verständnis des Kontextes voraussetzt. In Abschnitt „1 Untersuchung der tocharischen Fragmente“ werden die folgenden Fragmente ausführlich behandelt: B 119, B 338, B 554, B 555, THT 1324.b und A 361. Und innerhalb der Behandlung jedes Fragments werden die dort vorkommenden schwierigen tocharischen Wörter in Bezug auf die Semantik und Etymologie ausführlich behandelt. In Abschnitt „2 Untersuchung der tocharischen Wörter“ werden folgende tocharische Wörter, die bis jetzt nicht genug philologisch untersucht sind, in Bezug auf den Hintergrund der einzelnen Belege, die Semantik und die Etymologie ausführlich behandelt: A āpsā und B ore, B passontsa, A pāt-, A pät, B pitke, B peṣte*, B peṣteu, B prāri und A prār, A marmañ und B marmanma, B yolyiyai, B ysāre und A wsār, A raritku, B lyyāsa und A lyiyā/lyā. „Kapitel III: Tocharische Metrik und Musik“ In Kapitel III „Tocharische Metrik und Musik“ werden die so genannten tocharischen Metrumsnamen untersucht und entschlüsselt, die üblicherweise den tocharischen Versen vorangehen und diese klassifizieren, und deren Bedeutung und Wiedergabe als „Melodienamen“ sich als adäquater erweist. Eine neuartige Erklärung für einige dieser Melodienamen ergibt sich aus der Auswertung chinesischer Quellen. Wichtig ist der Bericht des Qizil-Musikers Sujīva im chinesischen historischen Text Sui shu, wo die sieben Tonnamen der tocharischen Musik vorgestellt werden. Es folgt ein Überblick über die Theorie der Svara ‚Haupttöne‘ in der indischen klassischen Musik. Der Hauptteil des Kapitels besteht aus einer ausführlichen Untersuchung der sieben tocharischen Töne in Sui shu, wobei die zugrunde liegenden Sanskrit- und tocharischen Namen anhand der mittelchinesischen Aussprache der chinesischen Begriffe untersucht werden. Die tocharischen Tonnamen kommen entweder alleine oder zusammen mit anderen Melodienamen vor den Versen vor und dienen dazu, die Tonart der die Verse begleitenden Melodien zu spezifizieren. Basierend auf einem korrekten Verständnis der Melodienamen kann die etymologische Verbindung von A kaṃ und B kene mit uridg. *kan- ‚singen‘ bestätigt werden. Schließlich erlaubt eine statistische und historische Untersuchung der Melodienamen einen Einblick in die Ausbreitung der tocharischen Musiktradition, die zu einer geographischen Spaltung geführt hatte: die Verbreitung der früheren Kucha-Musik nach Osten und die Ausdehnung der Turfan-Musik nach Westen.