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Der Einfluss präpartaler psychischer Störungen auf die frühe Mutter-Kind-Interaktion mediiert über präpartalen maternalen Stress
Der Einfluss präpartaler psychischer Störungen auf die frühe Mutter-Kind-Interaktion mediiert über präpartalen maternalen Stress
Angststörungen, Depressionen und Stress im Peripartalzeitraum stehen im Zusammenhang mit einer nachteiligen kindlichen Entwicklung. Nicht per se spielt dabei die maternale psychische Störung eine Rolle, sondern es wird davon ausgegangen, dass die dyadische Interaktionsqualität eine entscheidende Rolle in der intergenerationalen Transmission von Depressionen und Angsterkrankungen spielt. Der mediierende Effekt von präpartal erlebtem Stress bezüglich maternalen depressiven und Angstsymptomen hinsichtlich der postpartalen dyadischen Interaktionsgüte ist dabei von Interesse. Durch den Prenatal Emotional Stress Index (PESI) wurden das maternale prärpartale Stresserleben erhoben. Das Face-to-Face-Still-face Paradigma (FFSF) und das Codiermanual Infant und Caregiver Engagement Phases (ICEP-R) wurden eingesetzt, um die Interaktionsqualität der Mutter-Kind-Dyade zu analysieren. In der vorliegenden Arbeit konnte ein Mediationseffekt zwischen maternalen Depressionen und / oder Angststörungen auf das Soziale Monitoring der Mutter ohne Vokalisierung gegenüber ihrem Säugling durch maternalen präpartalen Stress gezeigt werden. Replikationen der Ergebnisse unter Einbezug von objektiven Stressmaßen, wie maternalen und kindlichen Cortisolmaßen sind jedoch angezeigt. Therapeutische Interventionsstudien bezüglich der maternalen peripartalen Psychopathologie und Stressregulation wären zudem essenziell, um die intergenerationale Transmission von psychischen Störungsbildern zu verhindern.
präpartaler Stress, peripartale maternale Depressionen und Angststörungen, Mutter-Kind Interaktion, PESI, FFSF, ICEP-R
Wriedt-Monske, Sophia
2020
German
Universitätsbibliothek der Ludwig-Maximilians-Universität München
Wriedt-Monske, Sophia (2020): Der Einfluss präpartaler psychischer Störungen auf die frühe Mutter-Kind-Interaktion mediiert über präpartalen maternalen Stress. Dissertation, LMU München: Faculty of Psychology and Educational Sciences
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Abstract

Angststörungen, Depressionen und Stress im Peripartalzeitraum stehen im Zusammenhang mit einer nachteiligen kindlichen Entwicklung. Nicht per se spielt dabei die maternale psychische Störung eine Rolle, sondern es wird davon ausgegangen, dass die dyadische Interaktionsqualität eine entscheidende Rolle in der intergenerationalen Transmission von Depressionen und Angsterkrankungen spielt. Der mediierende Effekt von präpartal erlebtem Stress bezüglich maternalen depressiven und Angstsymptomen hinsichtlich der postpartalen dyadischen Interaktionsgüte ist dabei von Interesse. Durch den Prenatal Emotional Stress Index (PESI) wurden das maternale prärpartale Stresserleben erhoben. Das Face-to-Face-Still-face Paradigma (FFSF) und das Codiermanual Infant und Caregiver Engagement Phases (ICEP-R) wurden eingesetzt, um die Interaktionsqualität der Mutter-Kind-Dyade zu analysieren. In der vorliegenden Arbeit konnte ein Mediationseffekt zwischen maternalen Depressionen und / oder Angststörungen auf das Soziale Monitoring der Mutter ohne Vokalisierung gegenüber ihrem Säugling durch maternalen präpartalen Stress gezeigt werden. Replikationen der Ergebnisse unter Einbezug von objektiven Stressmaßen, wie maternalen und kindlichen Cortisolmaßen sind jedoch angezeigt. Therapeutische Interventionsstudien bezüglich der maternalen peripartalen Psychopathologie und Stressregulation wären zudem essenziell, um die intergenerationale Transmission von psychischen Störungsbildern zu verhindern.