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Mitgefühl als personenbezogene Ressource. eine Analyse der Zusammenhänge von Mitgefühl, Authentizität und Selbstwirksamkeit im Kontext pädagogischer Handlungsfähigkeit und der Wirkung eines web-bassierten Mitgefühlstrainings in der universitären Lehre
Mitgefühl als personenbezogene Ressource. eine Analyse der Zusammenhänge von Mitgefühl, Authentizität und Selbstwirksamkeit im Kontext pädagogischer Handlungsfähigkeit und der Wirkung eines web-bassierten Mitgefühlstrainings in der universitären Lehre
In der vorliegenden Arbeit werden die Begriffe Mitgefühl und Selbstmitgefühl um die Begriffe Authentizität und Selbstwirksamkeit erweitert und im Kontext eines pädagogi-schen Handlungsbegriffs zusammengeführt. Es wird vertieft der Frage nachgegangen, inwiefern die genannten Begriffe als Bildungskategorien betrachtet und in die pädagogische Praxis integriert werden können. Durch diese Einbindung und die Koppelung an die aristotelische Tugendethik wird (Selbst-)Mitgefühl als Habitus verstanden, welcher sich durch Bildungsprozesse ausdrücken kann. Auf der Grundlage dieser systematischen Aufarbeitung wird zum einen ein theoreti-sches Model entwickelt und anhand einer Strukturgleichungsmodellierung analysiert (Studie 1). Es wird postuliert, dass Authentizität und Selbstwirksamkeit günstige Vo-raussetzungen für die Entstehung von Selbstmitgefühl sind. Die Ergebnisse der ersten Studie zeigen, dass Authentizität sowohl einen direkten als auch einen indirekten Ein-fluss auf Selbstmitgefühl hat, wobei der Selbstwirksamkeit eine Vermittlerrolle zuge-wiesen wird. Die Güte des Gesamtmodells weist hierbei eine gute Passung auf die Da-ten auf (n= 437; Chi²=924.40*; df=494; CFI = .918; RMSEA = .045). Zum anderen wurde ein Mitgefühlsprogramm (OTAM) entwickelt und in der pädagogischen Lehre der Ludwig-Maximilians-Universität eingesetzt und evaluiert (Studie 2). In dieser zweiten Studie wird angenommen, dass die Teilnahme an OTAM eine Veränderung der Werte Authentizität (authentisches Leben, Selbstablehnung, Akzeptanz fremder Einflussnahme), Selbstwirksamkeit und Selbstmitgefühl (Selbstgüte, Achtsamkeit, Gemeinsames Menschsein, Selbstverurteilung, Isolation Überidentifikation) bewirkt. Die Ergebnisse der Kovarianzanalysen im Kontrollgruppenvergleich (n=117) ergaben bis auf die Variable Akzeptanz fremder Einflussnahme signifikante Veränderungen in die postulierte Richtung. Des Weiteren weisen die Ergebnisse auf bestehende Langzeiteffekte hin.
(Selbst-)Mitgefühl, Bildung, aristotelische Tugend, Authentizität, Selbstwirksamkeit, online Training, pädagogische Handlungspraxis
Alkoyak-Yildiz, Meltem
2017
German
Universitätsbibliothek der Ludwig-Maximilians-Universität München
Alkoyak-Yildiz, Meltem (2017): Mitgefühl als personenbezogene Ressource: eine Analyse der Zusammenhänge von Mitgefühl, Authentizität und Selbstwirksamkeit im Kontext pädagogischer Handlungsfähigkeit und der Wirkung eines web-bassierten Mitgefühlstrainings in der universitären Lehre. Dissertation, LMU München: Faculty of Psychology and Educational Sciences
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Abstract

In der vorliegenden Arbeit werden die Begriffe Mitgefühl und Selbstmitgefühl um die Begriffe Authentizität und Selbstwirksamkeit erweitert und im Kontext eines pädagogi-schen Handlungsbegriffs zusammengeführt. Es wird vertieft der Frage nachgegangen, inwiefern die genannten Begriffe als Bildungskategorien betrachtet und in die pädagogische Praxis integriert werden können. Durch diese Einbindung und die Koppelung an die aristotelische Tugendethik wird (Selbst-)Mitgefühl als Habitus verstanden, welcher sich durch Bildungsprozesse ausdrücken kann. Auf der Grundlage dieser systematischen Aufarbeitung wird zum einen ein theoreti-sches Model entwickelt und anhand einer Strukturgleichungsmodellierung analysiert (Studie 1). Es wird postuliert, dass Authentizität und Selbstwirksamkeit günstige Vo-raussetzungen für die Entstehung von Selbstmitgefühl sind. Die Ergebnisse der ersten Studie zeigen, dass Authentizität sowohl einen direkten als auch einen indirekten Ein-fluss auf Selbstmitgefühl hat, wobei der Selbstwirksamkeit eine Vermittlerrolle zuge-wiesen wird. Die Güte des Gesamtmodells weist hierbei eine gute Passung auf die Da-ten auf (n= 437; Chi²=924.40*; df=494; CFI = .918; RMSEA = .045). Zum anderen wurde ein Mitgefühlsprogramm (OTAM) entwickelt und in der pädagogischen Lehre der Ludwig-Maximilians-Universität eingesetzt und evaluiert (Studie 2). In dieser zweiten Studie wird angenommen, dass die Teilnahme an OTAM eine Veränderung der Werte Authentizität (authentisches Leben, Selbstablehnung, Akzeptanz fremder Einflussnahme), Selbstwirksamkeit und Selbstmitgefühl (Selbstgüte, Achtsamkeit, Gemeinsames Menschsein, Selbstverurteilung, Isolation Überidentifikation) bewirkt. Die Ergebnisse der Kovarianzanalysen im Kontrollgruppenvergleich (n=117) ergaben bis auf die Variable Akzeptanz fremder Einflussnahme signifikante Veränderungen in die postulierte Richtung. Des Weiteren weisen die Ergebnisse auf bestehende Langzeiteffekte hin.