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Dönges, Stephanie Janine (2016): Real-time Reverse-Transkriptase-Polymerase-Kettenreaktion zur Diagnose der felinen infektiösen Peritonitis. Dissertation, LMU München: Tierärztliche Fakultät
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Abstract

Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich um eine kumulative Doktorarbeit, die zwei Studien umfasst. Ziel der Arbeit war die Untersuchung der Aussagekraft des Nachweises von felinem Coronavirus (FCoV) mit Hilfe einer real-time Reverse-Transkriptase-Polymerase-Kettenreaktion (real-time RT-PCR) in verschiedenen Körperflüssigkeiten zur Diagnose der felinen infektiösen Peritonitis (FIP). Im ersten Teil der Arbeit wurde die real-time RT-PCR für den Nachweis von FCoV in mononukleären Zellen des peripheren Blutes (PBMC), in Serum und Erguss verwendet. Im zweiten Teil wurde die gleiche Methode aus Liquor von Katzen mit und ohne neurologischen und/oder ophthalmologischen Symptomen durchgeführt. Die Studien verwendeten Katzen mit definitiv diagnostizierter FIP. Die Diagnose wurde entweder mittels histopathologischer Untersuchung oder mittels Immunfluoreszenznachweis von Virusantigen in Makrophagen im Erguss gestellt. In die Kontrollgruppe wurden Katzen eingeschlossen, die FIP-ähnliche klinische Symptome zeigten, bei welchen aber eine andere Krankheit definitiv diagnostiziert wurde. Alternativ lebten die Katzen länger als ein Jahr nach Probenentnahme. Die Arbeit ermittelte eine Sensitivität von 29 % in PBMC, 15 % in Serum und 89 % im Erguss. Die Sensitivität im Liquor lag unter Einbeziehung aller Katzen bei 42 %, bei Katzen mit neurologischen und/oder ophthalmologischen Symptomen bei 80 %. Die Spezifität der RT-PCR in allen Proben betrug 100 %. Die Ergebnisse zeigen, dass die real-time RT-PCR eine verlässliche Bestätigungsmethode in der Diagnose der FIP darstellt. Die Sensitivität der real-time RT-PCR war in dieser Arbeit in PBMC und im Serum niedrig. Im Erguss und im Liquor von Katzen mit neurologischen und/oder ophthalmologischen Symptomen war die Sensitivität ausreichend hoch. Daher ist anhand der hier vorliegenden Daten zu empfehlen, Ergussmaterial für den Nachweis von FCoV zu nutzen. Sollte kein Erguss vorhanden sein, ist eine Verwendung von zellhaltigen Blutproben zur Untersuchung anzuraten. Bei Katzen mit neurologischen und/oder ophthalmologischen Symptomen kann Liquor verwendet werden. Bei Katzen ohne neurologische Beteiligung ist dies aufgrund der aufwändigen Gewinnung von Liquor und der vielen falsch-negativen Ergebnisse nicht zu empfehlen.

Abstract

The doctoral thesis contains two studies. The aim of these studies was to evaluate the diagnostic utility of a real-time reverse transcriptase polymerase chain reaction (real-time RT-PCR) in various body fluids for the diagnosis of feline infectious peritonitis (FIP). In the first study, real-time RT-PCR was performed in peripheral blood mononuclear cells (PBMC), serum, and body cavity effusions. In the second study, usefulness of the same real-time RT-PCR was investigated in cerebrospinal fluid of cats with and without neurological and/or ocular signs. The studies included cats with a definitive diagnosis of FIP. Diagnosis was established either by histopathological examination or by positive immunfluorescence staining of FCoV antigen in effusion macrophages. Cats of the control group had similiar clinical signs, but other confirmed diseases. Alternatively, control cats lived longer than one year after sampling. The real-time RT-PCR showed a sensitivity of 29 % in PBMC, 15 % in serum, and 89 % in body cavity effusions. The sensitivity in cerebrospinal fluid was 42 % in all cats with FIP and 80 % in cats with FIP with neurological and/or ocular signs. The specificity of the real-time RT-PCR of all samples was 100 %. The results of the studies show that this real-time RT-PCR is a reliable tool for the diagnosis of FIP. In the present studies, sensitivity was low in PBMC and in serum. In body cavity effusions and cerebrospinal fluid of cats with neurological and/or ocular signs, sensitivity was, however, sufficiently high. Therefore, it is recommended to use body cavity effusions for the diagnosis of FIP. If no effusion is present, cell-containing blood samples should be first choice. In cats with neurological and/or ocular signs, cerebrospinal fluid can be used for the diagnosis of FIP. In cats without neurological and/or ocular signs, examination of cerebrospinal fluid is not recommended, because sampling is invasive and results are often false negative.