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Müller, Christian (2012): Zum Menschenbild von Kindern und Jugendlichen: eine empirische Untersuchung. Dissertation, LMU München: Fakultät für Psychologie und Pädagogik
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Abstract

Zu den obersten Bildungszielen der Schule zählen unter anderen die folgenden: Achtung vor der Würde des Menschen, Verantwortungsbewusstsein, Selbstbeherrschung sowie die Aufgeschlossenheit für alles Wahre, Gute und Schöne (z. B. Art. 131, Bayerische Verfassung). Inwieweit diese Bildungsziele verwirklicht sind, ist weitgehend unklar. Es wird denn auch von der empirischen Bildungsforschung weniger untersucht als beispielsweise die Kompetenzen in den Bereichen Leseverständnis, Mathematik und Naturwissenschaften. Mit der vorliegenden Arbeit sind zwei Vorhaben verbunden. Erstens soll untersucht werden, inwieweit die obersten Bildungsziele von Kindern und Jugendlichen erreicht werden, und zweitens wie der individuelle Entwicklungsverlauf dieser Werte beschrieben werden kann. Um dies empirisch zu prüfen, knüpft die vorliegende Arbeit an Forschungsarbeiten zum Menschenbild an, die sich wie die obersten Bildungsziele auf übergeordnete Überzeugungen beziehen. Dazu wurden 760 Kinder der 3. und 4. Klasse in Grundschulen und Jugendliche der 9. Klasse in Haupt-, Realschulen und Gymnasien schriftlich befragt. Den Probanden wurden sieben offene Fragen zum Menschenbild gestellt, die sich an Oerters Fragen zum Menschenbild orientieren und von den Probanden schriftlich und selbständig im Klassenzimmer beantwortet wurden. Die Antworten wurden den fünf Strukturniveaus von Oerter zugeordnet und statistisch ausgewertet. Dabei wurden Unterschiede zwischen Kindern und Jugendlichen und die Unterschiede zwischen den Schularten bei Neuntklässlern dargestellt.