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De los conflictos locales a la guerra civil. Tolima (Colombia) a finales del siglo XIX
De los conflictos locales a la guerra civil. Tolima (Colombia) a finales del siglo XIX
Die Dissertation konzentriert sich auf das Ende des 19. Jahrhunderts in Kolumbien; dabei handelt es sich um eine Periode, in der die Regierung Kolumbiens (wie auch die Regierungen anderer Länder der Region) mittels Zentralisierung und Machterweiterung der Exekutive den Staat zu stärken versuchte, mit dem Ziel, den Weg der „zivilisierten Nationen“ anzutreten. Die Arbeit analysiert die Auswirkungen dieser Veränderungen im politischen System aus der Perspektive ihrer Rezeption in einzelnen Gemeinden des Departements Tolima. Dafür werden Konflikte dargestellt, die innerhalb der ländlichen Bevölkerung (campesinos) sowie zwischen ihr und der Regierung stattgefunden haben. Besondere Aufmerksamkeit wird dem Bürgerkrieg „der Tausend Tage“ (1899-1902) geschenkt. Dabei lässt sich feststellen, dass die Bewohner mit ländlicher Herkunft über einen relativ breiten Handlungsspielraum verfügten. Die Arbeit versucht, die politische Bedeutung der Handlungen dieser Akteure herauszuarbeiten. Zwar war ein großer Teil der campesinos von der institutionellen Politik ausgeschlossen, da sie kein Bürgerrecht besaßen. Im Anschluss an neue Betrachtungsweisen und Erkenntnisse der Kulturgeschichte können sie aber insofern als politische Akteure betrachtet werden, als sie sich der Regierung entgegenstellten und sich teils gegen weitaus mächtigere Akteure oder den Staat selbst durchzusetzen verstanden.
Geschichte Kolumbiens, Sozialgeschichte, Landbevölkerung, Bürgerkrieg, Guerillas
Escobar, Brenda
2011
Spanish
Universitätsbibliothek der Ludwig-Maximilians-Universität München
Escobar, Brenda (2011): De los conflictos locales a la guerra civil: Tolima (Colombia) a finales del siglo XIX. Dissertation, LMU München: Faculty of History and the Arts
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Abstract

Die Dissertation konzentriert sich auf das Ende des 19. Jahrhunderts in Kolumbien; dabei handelt es sich um eine Periode, in der die Regierung Kolumbiens (wie auch die Regierungen anderer Länder der Region) mittels Zentralisierung und Machterweiterung der Exekutive den Staat zu stärken versuchte, mit dem Ziel, den Weg der „zivilisierten Nationen“ anzutreten. Die Arbeit analysiert die Auswirkungen dieser Veränderungen im politischen System aus der Perspektive ihrer Rezeption in einzelnen Gemeinden des Departements Tolima. Dafür werden Konflikte dargestellt, die innerhalb der ländlichen Bevölkerung (campesinos) sowie zwischen ihr und der Regierung stattgefunden haben. Besondere Aufmerksamkeit wird dem Bürgerkrieg „der Tausend Tage“ (1899-1902) geschenkt. Dabei lässt sich feststellen, dass die Bewohner mit ländlicher Herkunft über einen relativ breiten Handlungsspielraum verfügten. Die Arbeit versucht, die politische Bedeutung der Handlungen dieser Akteure herauszuarbeiten. Zwar war ein großer Teil der campesinos von der institutionellen Politik ausgeschlossen, da sie kein Bürgerrecht besaßen. Im Anschluss an neue Betrachtungsweisen und Erkenntnisse der Kulturgeschichte können sie aber insofern als politische Akteure betrachtet werden, als sie sich der Regierung entgegenstellten und sich teils gegen weitaus mächtigere Akteure oder den Staat selbst durchzusetzen verstanden.