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Hierneis, Sonya (2007): Präemptive Analgesie bei der pars-plana Vitrektomie: additive Peribulbäranästhesie mit 0,75% Ropivacain zur Allgemeinanästhesie. Dissertation, LMU München: Faculty of Medicine
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Abstract

Die präemptive Analgesie ist eine antinozizeptive Behandlungsmethode, die das Entstehen zentraler Sensibilisierungsprozesse verhindert. Der einzige Weg, die zentrale Sensibilisierung bei einer Operation zu vermeiden, ist die Blockade nozizeptiver Reize bereits vor der chirurgischen Inzision. In der vorliegenden Studie wurde die präemptive Analgesie mittels additiver Peribulbäranästhesie bei 60 pars plana Vitrektomien in Allgemeinanästhesie untersucht. Als Lokalanästhetikum wurde Ropivacain 0,75% in drei verschiedenen Dosierungen verwendet. Die Studie war prospektiv, randomisiert und doppelblind angelegt. Die Patienten wurden in vier Gruppen zu je 15 Patienten aufgeteilt: Ropivacain 1ml präoperativ, Ropivacain 3ml präoperativ, Ropivacain 5ml präoperativ und Ropivacain 5ml postoperativ. Als Vergleichsgruppe stand die Gruppe aus der mit den gleichen Methoden durchgeführten Vorläuferstudie zur Verfügung, deren 30 Patienten keine additive Peribulbäranästhesie erhalten hatten. Spezielle Parameter der Untersuchung waren die postoperativen Schmerzen und der postoperative Analgetikaverbrauch. Postoperative Schmerzen wurden mit der visuellen Analogskala (VAS) nach 1, 3 und 24 Stunden postoperativ bestimmt. Zusätzlich wurde das mittlere Schmerzempfinden der Patienten für einen definierten Zeitraum, die ersten 24 Stunden nach der Operation, als sogenannter „VAS-24-Wert“ ermittelt. Schlussfolgerung: Die präoperative Injektion von mindestens 5ml Ropivacain 0,75% in Form einer Peribulbäranästhesie additiv zu einer Allgemeinanästhesie bei pars-plana Vitrektomie ist präemptiv wirksam.