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Stegmaier, Julia C. (2007): Analyse der transkriptionalen Aktivität von NF-kB in immunkompetenten Zellen polytraumatisierter Patienten in der posttraumatischen Phase. Dissertation, LMU München: Faculty of Medicine
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Abstract

Die Versorgung schwer verletzter Patienten stellt nicht nur eine medizinische, sondern in zunehmendem Maße eine sozioökonomische Herausforderung dar. Auf Grund optimierten sowohl präklinischen als auch chirurgischen und intensivmedizinischen Therapieregimes konnte insbesondere die Frühletalität nach schwerem Trauma in den vergangenen Dekaden kontinu-ierlich reduziert werden. Dabei ist in Deutschland beispielsweise die Anzahl der im Straßenverkehr verstorbenen Patienten im Jahr 2006 auf das Rekord-Tief von 5020 gesunken, wobei die Anzahl der überlebenden Schwerstverletzten kontinuierlich steigt. Das Polytrauma ist definiert als Mehrfachverletzung mehrerer Organe oder Körperregionen, wovon mindestens eine oder die Summe der Verletzungen lebensbedrohlich ist. Etwa 40% der schwer Verletzten versterben im Laufe von Tagen bis mehreren Monaten auf Grund eines posttraumatischen Multiorganversagens. Dieser Spätletalität nach Trauma liegen Inflammations- oder Ischämie-bedingte schwerwiegende Funktionsausfälle lebenswichtiger Organe zu Grunde. Umfangreiche Untersuchungen der vergangenen Jahre haben klar herausgestellt, dass eine Entzündungsreaktion dabei die gemeinsame Endstrecke eines pathophysiologischen Phänomens darstellt, welches als Auslöser unterschiedliche Ursachen haben kann wie etwa Verkehrsunfälle, Schussverletzungen oder Verbrennungen. Die auslösenden Faktoren für die Generalisation dieser ursprünglich regionären Entzündungsreaktion konnten dabei bisher nicht eindeutig identifiziert werden. Daher war es Ziel dieser Arbeit, die nukleäre Translokation von NF-kB, einem wichtigen proinflammatorischem Tarnskritpionsfaktor in immunkompetenten Zellen der angeborenen Immunabwehr polytraumatisierter Patienten in der frühen posttraumatischen Phase zu analysieren.