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Strauss, Christian (2007): Einfluss der Mutterschutzimpfung gegen Mycoplasma hyopneumoniae auf den Impfschutz der Ferkel. Dissertation, LMU München: Faculty of Veterinary Medicine
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Abstract

Enzootic Pneumonia primarily caused by Mycoplasma hyopneumoniae is a reason for high economic losses in pig production worldwide. In most herds, the vaccination of piglets with one-shot or two-shot Mycoplasma hyopneumoniae vaccines is used as a prophylaxis against enzootic pneumonia. The influence of maternal antibodies on the effect of the vaccines is discussed controversially. The objective of this study was to evaluate the effect of the Stellamune®Mycoplasma (Two-Shot) and StellamuneOne® (One-Shot) (Pfizer) against Mycoplasma hyopneumoniae on the performance of the piglets and to evaluate the influence of maternal antibodies. Furthermore sow colostrum was tested with an ELISA (HerdCheck M.hyo, IDEXX) as an alternative test for the detection of Mycoplasma hyopneumoniae antibodies. The present study was done in a herd of sows with a growing unit, which was followed up on a fattening farm. The trials were done from December 2002 to June 2004. In the present study 254 sows and 423 piglets were included. These were divided into five treatment groups: group 1: vaccinated sows/ one-shot-vaccinated piglets; group 2: vaccinated sows/two-shot-vaccinated piglets; group 3: non vaccinated sows/ one-shot-vaccinated piglets; group 4: non-vaccinated sows/ two-shot-vaccinated piglets; group 5: non-vaccinated sows/ non-vaccinated piglets. After vaccination of 148 sows 147 of them had seroconverted three weeks a.p.. Piglet antibody concentrations from the vaccinated and non vaccinated sows one week p.n. showed that the sow vaccination induces a high concentration of maternal antibodies in piglets. Sow vaccination did not interfere with the humeral antibody response after piglet vaccination. At the age of 20 weeks no significant differences in humeral immune response were found in groups of vaccinated piglets. The non vaccinated piglet group showed significantly lower values than the four vaccinated piglet groups. All vaccinated piglet groups showed significantly better lungscores than the unvaccinated group. A significant difference was also found between the groups with one-shot-vaccinated piglets. he group of non-vaccinated sows showed a significantly better lungscore. This could be an indication for the interference of high amounts of maternal antibodies on the effect of the StellamuneOne® vaccine. In 105-day-old pigs no significant differences were evaluated on the average daily weight gain. The different vaccination schemes had no influence on the body weight until the pre-fattening period. Examing sow colostrums at a dilution of 1:10 with an ELISA had a sensitivity of 85% and a specificity of 55%, seemed to be an appropriate method to exclude Mycoplasma hyopneumoniae infections in the herd. In conclusion the vaccination of piglets in this herd in this herd with the Stellamune®Mycoplasma and StellamuneOne® against Mycoplasma hyopneumoniae improved the pulmonary health and had no negative influence on the production of humeral antibody values.

Abstract

Die Enzootische Pneumonie, mit dem Primärerreger Mycoplasma hyopneumoniae, ist Grund für enorme wirtschaftliche Einbußen in der weltweiten Schweineproduktion. Die Impfung der Ferkel mit One-Shot-Impfstoffen oder mit Two-Shot-Impfstoffen gegen Mycoplasma hyopneumoniae wird in den meisten Schweinebeständen als prophylaktische Maßnahme zur Bekämpfung der Enzootischen Pneumonie durchgeführt. Ein Einfluss maternaler Antikörper auf die Wirkung der Impfstoffe wird kontrovers diskutiert. Ziel dieser Feldstudie war es die Wirkung der Impfstoffe Stellamune®Mycoplasma (Two-Shot) und StellamuneOne® (One-Shot) (Firma Pfizer) gegen Mycoplasma hyopneumoniae beim Saugferkel zu untersuchen und eine Beeinflussung der Wirkung durch maternale Antikörper zu prüfen. Des Weiteren wurde die Kolostrumuntersuchung mittels ELISA mit dem Testkit HerdCheck M.hyo (Firma IDEXX) als alternative Untersuchungsmethode geprüft. Durchgeführt wurden die Untersuchungen in einem Sauenbetrieb mit Ferkelaufzucht und einem angeschlossenen Mäster. Die Untersuchungen erstreckten sich über einen Zeitraum von Dezember 2002 bis Juni 2004. In die Studie wurden 254 Muttersauen und 423 Ferkel einbezogen, die in fünf verschiedene Gruppen eingeteilt wurden. Gruppe 1: Sauen vakziniert - Ferkel One-Shot; Gruppe 2: Sauen vakziniert – Ferkel Two-Shot; Gruppe 3: Sauen nicht vakziniert - Ferkel One-Shot; Gruppe 4: Sauen nicht vakziniert - Ferkel Two-Shot; Gruppe 5: Sauen vakziniert - Ferkel nicht vakziniert. Nach Impfung von 148 Muttersauen drei Wochen a.p. serokonvertierten 147 Tiere. Die Antikörperkonzentrationen bei den Nachkommen geimpfter und nicht geimpfter Sauen eine Woche p.n. zeigten, dass die Impfung von Sauen geeignet ist hohe Konzentrationen maternaler Antikörper im Ferkel zu induzieren. Die Impfung der Sauen hatte keinen negativen Einfluss auf die Wirkung der Ferkelvakzination in Bezug auf die humorale Antikörperproduktion. Mit 20 Wochen konnten keine signifikanten Unterschiede in der humoralen Immunantwort bei den Tieren der Gruppen, bei denen die Ferkel vakziniert wurden, festgestellt werden. Die Tiere der nicht vakzinierten Gruppe zeigten in der Serologie mit 20 Wochen signifikant niedrigere Titer. Unabhängig von der Vakzination der Ferkel konnte anfänglich ein Abfall der Antikörperwerte bei den Ferkeln beobachtet werden. Bei den Tieren aller Gruppen bei denen eine Saugferkelvakzination durchgeführt wurde, konnten signifikant bessere Lungenscores gefunden werden, als bei den Tieren der Gruppe ohne Saugferkelvakzination. Ein signifikanter Unterschied konnte außerdem zwischen den Tieren der beiden Gruppen, bei denen die Ferkel mit One-Shot geimpften wurden, festgestellt werden, wobei die Tiere der Gruppe, bei der die Sauen nicht vakziniert wurden den signifikant besseren Lungenscore aufwiesen. Dies könnte für eine Beeinflussung der Wirkung des Impfstoffes StellamuneOne® durch hohe maternale Antikörperwerte sprechen. Bis zum 105. Lebenstag konnten zwischen den Tieren der verschiedenen Gruppen keine signifikanten Unterschiede der täglichen Zunahmen ermittelt werden. Die verschiedenen Impfschemata wirkten sich bis zur Vormast nicht auf das Gewicht der Tiere aus. Bei der Untersuchung der Kolostralmilch mittels ELISA scheint bei diesem Test eine Verdünnung von 1 : 10 mit einer Sensitivität von 85% und einer Spezifität von 55% geeignet zu sein eine Mycoplasma hyopneumoniae-Infektion in einem Bestand auszuschließen. Zusammenfassend konnte in diesem Bestand durch die Vakzination der Ferkel mit den Impfstoffen Stellamune® und StellamuneOne® gegen Mycoplasma hyopneumoniae eine Verbesserung in der Lungengesundheit erzielt werden und keine Beeinflussung in der Produktion humoraler Antikörper auch in Anwesenheit hoher maternaler Antikörperwerte festgestellt werden.