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Guggenmos, Johannes (2003): Immunologische Kreuzreaktivität zwischen dem Myelin-Oligodendrozyten-Glykoprotein (MOG) und Butyrophilin (BTN) bei Multipler Sklerose. Dissertation, LMU München: Faculty of Medicine
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Abstract

The aetiology of multiple sclerosis (MS) is believed to involve environmental factors that disrupt self-tolerance to myelin autoantigens but their identity and mode of action are unknown. This study reports that the epitope specificity of autoantibodies to the myelin oligodendrocyte glycoprotein (MOG), an important candidate autoantigen in MS, is heterogeneous and that MOG exhibits extensive immunological cross-reactivity with the bovine milk protein butyrophilin (BTN), an ubiquitous dietary antigen. In a subset of MS patients this cross-reactive antibody response is significantly enhanced and are selectively sequestered in the central nervous system (CNS) suggesting that this cross-reactive immune response may play an active role in the pathogenesis of MS. Immunological cross-reactivity between MOG and BTN may modulate the composition and pathogenicity of the MOG-specific autoimmune response. In one scenario this response might be innocuous or even protective due to the induction of oral tolerance by BTN that cross-reacts with MOG. Alternatively, cross-reactive antibodies and pro-inflammatory Th1 T cell responses may target humoral and cellular effector mechanisms to attack white matter tracts in the CNS of susceptible patients.

Abstract

Es wird angenommen, dass an der Ätiologie der Multiplen Sklerose (MS) Umweltfaktoren beteiligt sind, die die Selbst-Toleranz gegen Auto-Antigene innerhalb des Myelins unterbrechen. Die Identität und Wirkungsweise dieser Umweltfaktoren sind aber unbekannt. Das Myelin-Oligodendrozyten-Protein (MOG) ist ein mögliches, wichtiges Auto-Antigen in der MS. Diese Arbeit zeigt, dass die Epitopspezifität von Auto-Antikörpern gegen MOG heterogen ist. Weiter wird gezeigt, dass MOG eine umfassende, immunologische Kreuzreaktivität mit dem bovinen Milch-Protein Butyrophilin (BTN) aufweist, einem ubiquitären, diätetischen Antigen. In einer Untergruppe von MS-Patienten ist diese kreuzreaktive Antikörper-Antwort signifikant erhöht und selektiv im zentralen Nervensystem (ZNS) sequestriert. Dieses Ergebnis weist darauf hin, dass diese kreuzreaktive Auto-Immunantwort eine aktive Rolle in der Pathogenese der MS spielen könnte. Möglicherweise moduliert immunologische Kreuzreaktivität zwischen MOG und BTN die Zusammensetzung und Pathogenität der MOG-spezifischen Auto-Immunantwort. In einem Szenario wäre diese Antwort harmlos oder sogar protektiv wegen der Induktion oraler Toleranz durch BTN, das mit MOG kreuzreagiert. Alternativ könnten kreuzreaktive Antikörper und pro-inflammatorische Th1-T-Zell-Antworten auf humorale und zelluläre Effektormechanismen gerichtet sein, die zu Angriffen auf Bahnen der weißen Substanz im ZNS von anfälligen Patienten führen.