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Wieshuber, Christine (2006): Rationelle Osteoporosediagnostik und Osteoporoserisiko bei Patienten mit Diabetes mellitus. Dissertation, LMU München: Faculty of Medicine
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Abstract

Die Osteoporose ist eine der bedeutendsten Erkrankungen des Haltungs- und Bewegungsapparates. Jede dritte Frau und jeder vierte Mann in Deutschland erkranken an Osteoporose. Diese Zahl wird in Anbetracht der demografischen Entwicklung in den kommenden Jahrzehnten noch deutlich ansteigen. Bis zu 95% aller Personen, die eine Fraktur erleiden, werden im Rahmen ihrer ambulanten oder stationären Versorgung nicht bezüglich einer Osteoporose evaluiert. Ziel der Studie war ein Osteoporosescreening bei Krankenhauspatienten durchzuführen sowie der Vergleich der Knochendichte von Diabetikern und einer gesunden Kontrollgruppe. Die Messung der Knochendichte wurde mit quantitativer Knochenultrasonometrie an den Fingern II bis V, der nicht–dominanten Hand, durchgeführt (DBM Sonic Bone Profiler, Firma I.G.E.A. Idar – Oberstein). Gleichzeitig wurde das für die Messungen verwendete Gerät, der I.G.E.A. Bone Profiler bezüglich seiner Eignung zu Screening–Untersuchung im klinischen Alltag getestet. Es konnte gezeigt werden, dass Patienten im Alter zwischen 50 und 70 Jahren eine signifikant niedrigere Knochendichte aufweisen als ein gesundes Referenzkollektiv. Bei den Patienten mit Diabetes mellitus hatten die Typ2-Diabetiker im Vergleich zum gesunden Referenzkollektiv und zu den Typ1-Diabetikern signifikant niedrigere Knochendichtewerte. Screeningverfahren zur Osteoporoseprophylaxe sind also nicht nur bei Risikogruppen, wie z.B. Diabetikern notwendig, sondern für die überwiegende Mehrheit des Krankenhauskollektivs von Bedeutung. Zusätzlich konnte gezeigt werden, dass praktikable Untersuchungsverfahren, wie die Ultrasonometrie, für den klinischen Alltag zur Verfügung stehen.