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Maier, Wolfgang (2006): Dynamische Darstellung der Colonmotilität mittels funktioneller cine-MRT: Eine Pilotstudie zur Quantifizierung und Beurteilung der Darmmotilität unter Einwirkung eines Propulsivums. Dissertation, LMU München: Faculty of Medicine
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Abstract

Gastrointestinale Störungen sind ein weit verbreitetes Problem in der Bevöl-kerung. Die diagnostischen Möglichkeiten zur Darstellung der Colonmotilität sind allerdings bisher unzureichend. Diese Studie zeigt eine neu entwickelte, nicht-invasive Methode zur Quantifizierung und Beurteilung der Dickdarmmo-tilität mittels funktioneller cine-MRT. Ein Kollektiv von 15 gesunden Normalprobanden wurde vor und nach der intravenösen Verabreichung eines Propulsivums (Erythromycin) mit der funk-tionellen cine-MRT untersucht. Das Studienprotokoll sieht mehrere HASTE-Sequenzen vor, die dem individuellen Verlauf des Colons angepasst werden. Um die Darmmotilität zu beurteilen wurde die Veränderung des luminalen Durchmesser von verschiedenen Punkten im Colon ascendens, transversum und descendens vor und nach Gabe des Propulsivums ermittelt und als Pa-rameter für die Aktivität des Colons interpretiert. Die Untersuchung wurde von allen Patienten gut toleriert. Bei den meisten Testpersonen führte die Gabe des Propulsivums zu einer signifikanten Län-genänderung von 2 bzw. 3 von 5 Distanzmessern, wobei der Effekt im Colon ascendens am stärksten ausgeprägt beobachtet werden konnte. Die funktionelle cine-MRT ist somit zur Darstellung der Colonmotilität und zur Diagnose gastrointestinaler Störungen aufgrund der geringen Invasivität und der einfachen Durchführbarkeit gut geeignet. Um das volle diagnostische Potential auszuschöpfen, müssen weitere klinische Studien mit höheren Pro-bandenzahlen durchgeführt werden. Im Rahmen dieser folgenden Studien sollte die physiologische Aktivität des Colons erfasst und damit die Beurtei-lung pathologischer Bewegungsmuster ermöglicht werden.