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Tsikolata, Vassiliki (2005): Funktionsprüfung der Schilddrüsenhormonachse bei Patienten mit endogener Depression im Vergleich zu gesunden Probanden. Dissertation, LMU München: Faculty of Medicine
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Abstract

Es ist bereits bekannt, dass depressive Patienten eine verminderte TSH-Antwort im TRH-Stimulationstest aufweisen. Es wurde jedoch noch nicht geprüft in wie fern eine Vorbehandlung mit T3 in der Lage ist, die TRH-Induzierte TSH-Antwort bei den Depressiven zu supprimieren, oder ein "escape"-Phänomen mit einer erhöhten, paradoxen TSH-Stimulation herbeizuführen. Bei zwanzig, nicht medikamentös behandelten, depressiven Patienten mit einer major Depression nach den DSM-IV Kriterien, sowie zwanzig gesunden Vergleichspersonen, welche dem Alter und dem Geschlecht der Depressiven entsprachen, wurde am ersten Tag der einfache TRH-Test durchgeführt und am zweiten Tag der kombiniertem T3-TRH-Test. Die depressiven Patienten zeigten im Vergleich zu den gesunden Personen eine signifikant verminderte TSH-Antwort im einfachen TRH-Test. Die prozentuale Suppresion der TRH-Induzierten TSH-Antwort nach der Vorbehandlung mit T3 war bei Patienten (61,07%)und Probanden (64,20%) vergleichbar. Die Prolaktin-Stimulation zeigte bei Patienten und Probanden weder im TRH-Test, noch im T3-TRH-Test Unterschiede. Durch den T3-TRH-Test konnte festgestellt werden, dass keine Störung im Rückkopelungsmechanismus der Schilddrüsenhormonachse depressiver Patienten existiert.