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Dorn, Franziska (2005): Modulation der Hypophysen-Nebennierenrinde und Induktion von Apoptose an der adrenocorticalen Tumorzelle durch Oncostatin M. Dissertation, LMU München: Faculty of Medicine
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Abstract

Diese Arbeit konnte Oncostatin M als Modulator der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse näher charakterisieren. Es konnte gezeigt werden, dass Oncostatin M an hypophysärem Gewebe über den gp130/LIFR-Komplex zur Aktivierung der Jak-STAT-Kaskade mit folgender STAT-abhängiger POMC- und STAT3-Expression und schließlich zur ACTH-Ausschüttung führt. Da über den gp130/OSMR-Rezeptorkomplex keine Jak-STAT-Aktivierung mit konsekutiver POMC- und STAT3-Expression und ACTH-Sekretion nachgewiesen werden konnte, wird postuliert, dass Oncostatin M an der Modulation der corticotrophen Funktion über den gp130/LIFR-Komplex, nicht jedoch über den gp130/OSMR-Komplex beteiligt ist. Auf adrenocorticaler Zellebene konnte erstmals ein direkter stimulierender Effekt von Oncostatin M auf die Steroidsekretion gezeigt werden. Murines OSM führt über den gp130/OSMR-Rezeptor-Komplex, humanes OSM und murines LIF zur Aktivierung der Jak-STAT-Kaskade und zur Steroidausschüttung durch murine Y-1 Zellen. Damit konnte Onostatin M als potenter Modulator der adrenocorticalen Zellfunktion charakterisiert werden. Erstmals wurde hier die Induktion von Apoptose durch OSM an adrenocorticalen Tumorzellen beschrieben. Es bleibt zu zeigen, dass der an der murinen Zelllinie Y-1 nachgewiesen Effekt auch auf humane Tumorzellen übertragbar ist. Ein zellspezifischer apoptotischer Effekt von OSM auf adrenocorticale Tumorzellen könnte ein potentieller wertvoller Mechanismus zur Entwicklung einer spezifischen Therapie des hochmalignen Nebennierenrindencarcinoms darstellen.