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Faber, Florian (2005): Die Bedeutung der Rezeptortyrosinkinasen KIT und VEGFR-2 in der Pathogenese der akuten myeloischen Leukämie. Dissertation, LMU München: Faculty of Medicine
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Abstract

Zielsetzung dieser Arbeit war es, die Bedeutung der Expression von Liganden wie Vaskular Endothelial Growth Factor (VEGF) und Stem Cell Factor (SCF), sowie deren Rezeptortyrosinkinasen VEGFR-1, VEGFR-2 und Stem Cell Factor Receptor KIT für die Pathogenese der akuten myeloischen Leukämie (AML) genauer zu untersuchen. In neun von zehn der untersuchten leukämischen Zelllinien konnte eine starke VEGF Expression gezeigt werden, wohingegen die VEGFR-1 und VEGFR-2 Expression auf sechs bzw. zwei Zelllinien beschränkt blieb. Um der Überexpression von Rezeptortyrosinkinasen in den untersuchten Leukämiezelllinien eine pathogenetische Relevanz zuweisen zu können, wurde mit Hilfe der spezifischen Proteintyrosinkinaseinhibitoren SU5614, STI571 und SU1498 versucht, das Wachstum dieser leukämischen Zelllinien zu hemmen. Dabei zeigte sich, dass nicht die Expression von VEGFR-2 sondern nur die Überexpression und Stimulation von KIT eine proliferative Wirkung auf die untersuchten AML Zelllinien hat. Zur Bestätigung dieser Ergebnisse wurden zusätzlich verschiedene Apoptoseassays durchgeführt, die zeigen konnten, dass durch den Einsatz des PTK-Inhibitors SU5614 darüber hinaus Apoptose induziert werden kann. Auch die biochemischen Phosphorylierungsuntersuchungen des KIT Rezeptors in Kasumi-1 und KIT Rezeptor transfizierten HEK-293 Zellen belegten eindeutig eine Hemmung der Tyrosinphosphorylierung des KIT Rezeptors durch SU5614 Inkubation und bestätigen die Bedeutung des SCF/KIT Signalweges für das Zellwachstum von KIT positiven AML Zellen.