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Brummeisl, Wolfgang (2012): Entwicklung eins Offenwinkelglaukoms nach einer pars plana Vitrektomie. Dissertation, LMU München: Faculty of Medicine
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Abstract

Das Ziel der Arbeit war es, die Entwicklung eines Offenwinkelglaukoms oder einer okulären Hypertension nach einer pars plana Vitrektomie in phaken und pseudopaken Augen zu beurteilen. In einer retrospektiven Fallstudie wurden 441 Patienten untersucht, welche an nur einem Auge und von nur einem Operateur vitrektomiert worden sind. Es wurde anhand von Patientenakten, Patienten- und Ärztefragebögen die Entwicklung eines Offenwinkelglaukoms oder einer okulären Hypertension im vitrektomierten Auge im Vergleich zum Kontrollauge evaluiert. Zusätzlich wurde der mittlere intraokulare Druck und die mittlere antiglaukomatöse Medikation von beiden Augen beurteilt. Im Gesamten konnte eine Follow up Periode von 79,5 ± 25,6 Monaten erreicht werden. Es wurden bei den vitrektomierte Augen jeweils 19 Augen (4,31%) mit einem OWG und 19 Augen (4,31%) mit einer okulären Hypertension gefunden. Demgegenüber hatten von den Kontrollaugen 11 Augen (2,49%) ein OWG und 13 Augen (2,95%) eine okuläre Hypertension. Es zeigte sich kein signifikanter Unterschied in der Entwicklung eines Offenwinkelglaukoms oder einer okulären Hypertension. Des Weiteren konnte gezeigt werden, dass der Linsenstatus vor, zeitgleich oder im Verlauf keinen signifikanten Einfluß auf die Entstehung eines OWG oder einer okulären Hypertension hatten. Es ergab sich ebenfalls kein signifikanter Unterschied im gemessenen intraokularen Druck oder in der medikamentösen Therapie im Verlauf nach einer Vitrektomie. Im Gegensatz zu vorherigen Veröffentlichungen konnten wir keine erhöhte Inzidenz an OWG oder okulärer Hypertension nach einer Vitrektomie feststellen. Ebenfalls hat der Ersatz der körpereigenen Linse keinen Einfluss auf die Inzidenz.