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Genzel, Lisa (2011): Studien zur schlafabhängigen Gedächtniskonsolidierung:Selektiver Schlafentzug und Nachmittagsschlaf: Wirkung von REM-, Tiefschlafentzug und Nachmittagschlaf auf deklarative und prozedurale Gedächtniskonsolidierung. Dissertation, LMU München: Faculty of Medicine
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Abstract

Schlaf spielt eine Rolle in der Gedächtniskonsolidierung, aber welche Schlafphasen oder Schlafmikroereignisse genau wichtig sind, ist noch unklar. In der ersten Studie wurde untersucht, ob REM Schlaf Entzug und Tiefschlafentzug im Vergleich zu einer ungestörten Nacht einen Effekt auf die Konsolidierung von einer motorischen und einer deklarativen Lernaufgabe hatte. In der zweiten Studie wurde der Effekt von Nachmittagschlaf auf die gleichen zwei Aufgaben untersucht. Trotz des effektiven Entzug von REM- bzw. Tiefschlaf, wurde die Gedächtniskonsolidierung beider Aufgaben nicht gestört. Stattdessen wurde ein Zusammenhang zwischen Schlafspindeln und der deklarativen Aufgabe aufgezeigt. Nachmittagsschlaf ohne REM Schlaf konnte bei den männlichen Probanden eine signifikante Gedächtniskonsolidierung auslösen. Weiterhin nahm die Schlafspindelaktivität durch das Lernen zu und die Zunahme korrelierte mit der Zunahme der motorischen Gedächtnisleistung. Überraschenderweise profitierten Frauen in ihrer ersten Menstruationswoche nicht vom Nachmittagschlaf und es gab auch keine Änderung der Schlafspindelaktivität durchs Lernen. Insgesamt konnte gezeigt werden, das motorische und deklarative Gedächtniskonsolidierung nicht mit REM Schlaf in Verbindung steht, statt dessen sind Spindeln wahrscheinlich wichtiger. Weiterhin konnten erste Hinweise für einen Geschlechts- und Menstruationseffekt auf die schlafabhängige Gedächtniskonsolidierung aufgezeigt werden.