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Instrument und Intention. Wittgensteins Technikbegriff in den Philosophischen Untersuchungen
Instrument und Intention. Wittgensteins Technikbegriff in den Philosophischen Untersuchungen
Die Dissertation behandelt den Technikbegriff in Wittgensteins Philosophischen Untersuchungen (PU) und präsentiert eine technikphilosophische Lesweise des Werks anhand des Gleichnisses der Sprache als Technik. Es wird die These verteidigt, dass die Gebrauchstheorie der Sprache in den PU nach Analogie mit dem Werkzeug- und Maschinengebrauch charakterisiert werden kann: Wittgensteins instrumenteller Auffassung zufolge stellen Sprachhandlungen technische Handlungen dar. Unter diesem Gesichtspunkt rekonstruiert die Arbeit zentrale Gedankengänge aus den PU, insbesondere zu Regelfolgen, Metaphilosophie, Privatsprachenargumentation und Intentionalität. Es wird kritisch erörtert, inwieweit Wittgensteins philosophische Verwendungsweise des Technikbegriffs mit der Bedeutung von Technik als Entwicklung, Herstellung, Produktion und Einsatz technologischer Artefakte, Maschinen und Systeme in Relation gesetzt werden kann. Dazu werden verschiedene technische Motive aus Wittgensteins Nachlass betrachtet. Aufgrund der problematischen Edition des Werks werden dabei Analysen zur PU-Genese mit einbezogen, die auf philologisch, historisch und computerlinguistisch gestützten Recherchen basieren. Ziel der Dissertation ist es, Leitlinien einer umfassenden Neubewertung des Gesamtwerks Wittgensteins aufzuzeigen und die ungebrochene Relevanz seiner Ideen für aktuelle Debatten der Sprach- und Technikphilosophie zu verdeutlichen.
Wittgenstein, Technikphilosophie, Sprachphilosophie, Philosophische Untersuchungen
Pedziwiatr, Samuel
2023
German
Universitätsbibliothek der Ludwig-Maximilians-Universität München
Pedziwiatr, Samuel (2023): Instrument und Intention: Wittgensteins Technikbegriff in den Philosophischen Untersuchungen. Dissertation, LMU München: Faculty of Philosophy, Philosophy of Science and the Study of Religion
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Abstract

Die Dissertation behandelt den Technikbegriff in Wittgensteins Philosophischen Untersuchungen (PU) und präsentiert eine technikphilosophische Lesweise des Werks anhand des Gleichnisses der Sprache als Technik. Es wird die These verteidigt, dass die Gebrauchstheorie der Sprache in den PU nach Analogie mit dem Werkzeug- und Maschinengebrauch charakterisiert werden kann: Wittgensteins instrumenteller Auffassung zufolge stellen Sprachhandlungen technische Handlungen dar. Unter diesem Gesichtspunkt rekonstruiert die Arbeit zentrale Gedankengänge aus den PU, insbesondere zu Regelfolgen, Metaphilosophie, Privatsprachenargumentation und Intentionalität. Es wird kritisch erörtert, inwieweit Wittgensteins philosophische Verwendungsweise des Technikbegriffs mit der Bedeutung von Technik als Entwicklung, Herstellung, Produktion und Einsatz technologischer Artefakte, Maschinen und Systeme in Relation gesetzt werden kann. Dazu werden verschiedene technische Motive aus Wittgensteins Nachlass betrachtet. Aufgrund der problematischen Edition des Werks werden dabei Analysen zur PU-Genese mit einbezogen, die auf philologisch, historisch und computerlinguistisch gestützten Recherchen basieren. Ziel der Dissertation ist es, Leitlinien einer umfassenden Neubewertung des Gesamtwerks Wittgensteins aufzuzeigen und die ungebrochene Relevanz seiner Ideen für aktuelle Debatten der Sprach- und Technikphilosophie zu verdeutlichen.