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Interaktive Anleitung zur Präparation und fotografischen Dokumentation von Fischaugen

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Wahl der technischen Ausstattung

Die Wahl einer geeigneten technischen Ausrüstung zur Makrofotografie, ist von grundlegender Wichtigkeit. In dieser Anleitung wird die Verwendung einer mittelpreisigen Ausstattung beschrieben. Allem voran gestellt, ist dabei die einfache Bedienbarkeit in einem möglichst zeitsparenden Rahmen. Nach einer gewissen Phase der Einarbeitung und Übung, kann die makrofotografische Dokumentation von Fischaugen zügig und in zuverlässiger Qualität routiniert durchgeführt werden. Es sollte jedoch stets beachtet werden, dass alle Bedingungen während der Untersuchung standardisiert umgesetzt werden um später eine gute Vergleichbarkeit der Ergebnisse zu erzielen.

Die richtige Kamera

In dieser Anleitung wird die Verwendung einer digitalen Spiegelreflexkamera beschrieben. So genannte DSLR-Kameras bieten enorme Vorteile bei der Handhabung und sind in der heutigen Zeit durch viele Modelle vertreten. Alle Funktionen der Kamera sollten sich leicht einstellen lassen. Sobald die Kamera dem Benutzer vertraut ist, sollten die unterschiedlichen Einstellungen leicht von der Hand gehen. Für die Makrofotografie ist eine Auflösung ab zehn Megapixeln ausreichend. Blendeneinstellung und Belichtungsdauer müssen manuell einstellbar sein.

Das richtige Objektiv

Essentiell für eine gute Makrofotografie ist die Wahl des richtigen Objektivs. In dieser Anleitung wurde ein Makro-Objektiv verwendet. Makro-Objektive stehen in unterschiedlicher Qualität und Leistungsstärke im Handel zur Verfügung. Am besten geeignet sind Objektive die einen Abbildungsmaßstab von 1:1 ermöglichen und dazu noch besonders Lichtstark sind.

Kameraaufbau und Objektanordnung

Die Kamera sollte bei der Makrofotografie von Augen senkrecht über dem Objekt platziert werden. Dies kann am besten mit einem geeigneten Makrostativ umgesetzt werden. Dabei sollte die Kamera mit einer Verschraubung, stabil auf dem Stativschlitten befestigt werden, um Unschärfen während der Aufnahme zu vermeiden.

Um das Objekts vom Hintergrund freizustellen, empfiehlt es sich einen dunklen (oder ggf. hellen) Fotostoff (Molton) als Hintergrund zu wählen. Ein selbstgebautes Holzstativ dient dabei als Halterung für das Objekt und dem Abstand zum Hintergrund. Um das Präparat stabil und waagerecht zu lagern, bietet es sich an einen kleinen Becher aus dunkler Knetmasse zu formen.

 

Darstellung der Objekt- und Kameraanordnung:

Fotografie ophtalmologischer Präparate

Für die Beleuchtung sind Satellitenblitze empfehlenswert. Durch den nachgeschalteten zweiten Blitz kann eine schattenfreie Ausleuchtung des Objekts erreicht werden. Fokussierung, Belichtung und Blende sollten am besten manuell eingestellt werden. Entsprechend kann ein Programm der Kamera ausgewählt werden. Die gezeigten Pärparate wurden mit einer Blendeneinstellung von ƒ/16 bis 25 und einer Verschlusszeit von 1/160 bis 1/ 200 abgelichtet. Je nach Umgebungsbedingungen und Beleuchtungsstärke, müssen diese Einstellungen jedoch angepasst werden.

Artefakte

Häufig kommt es bei der Makrofotografie der Präparate zur Bildung von Artefakten. Eine Übersicht zu den typischen Artefakten erhalten Sie in der Bildergalerie Artefakte. Oft müssen mehrere Aufnahmen desselben Objekts angefertigt werden, bis die ideale Ausleuchtung erreicht wird. Reflexionen an der Oberfläche – ein häufig auftretendes Artefakt – können durch Verstellen der Blitzgeräte vermieden werden.

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