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Altenhöfer, Caroline (2014): Untersuchungen zur Wiederholbarkeit der elektrischen Stimulation des N. facialis beim Beagle und Literaturübersicht zur magnetischen Stimulation des N. facialis. Dissertation, LMU München: Tierärztliche Fakultät
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Abstract

Die elektrische Stimulation der peripheren Anteile des N. facialis ist eine Methode zur funktionellen Beurteilung und ergänzt die Ergebnisse der bildgebenden Verfahren, die die strukturellen Gegebenheiten des zentralen und peripheren Anteil des N. facialis darstellen. Die magnetische Stimulation des N. facialis ist eine nicht invasive, nicht schmerzhafte Technik, die in der Humanmedizin eingesetzt wird; ihre Grundlagen und relevante Untersuchungen in der Tiermedizin werden in einer Literaturzusammenfassung dargestellt. Die Hypothese des prospektiven Anteil der vorgelegten Untersuchung ist, dass die elektrische Stimulation des N.facialis bei gesunden Beagle nicht wiederholbar ist. An 13 gesunden Beagle (Versuchstiere der Helmholtz Gesellschaft, München) wurden bilaterale elektrische Stimulationen des N. facialis innerhalb von 14-21 Tagen in zwei getrennten Messzyklen unter Narkose durchgeführt. Ableitungen wurden ipsilateral zur Stimulationsseite am M. orbicularis oris und M. orbicularis oculi durcheführt, als Ableitungselektroden worden monopolare und konzentrische Nadelekeltroden benutzt. Latenz, Dauer, Amplitude und Fläche unter der Kurve wurden evaluiert. Bei keinem der untersuchten Hunde wurde eine Veränderung in der neurologischen oder Allgemeinuntersuchung festgestellt. Es konnten bei allen Stimulationen Potenziale abgeleitet werden. Die abgeleiteten Potenziale zeigten äquivalente Morphologie in allen Ableitungen. Insgesamt wurden 416 Messergebnisse und jeweils eine Wiederholungsmessung aufgezeichnet. Kriterien wurden erarbeitet anhand derer die Wiederholbarkeit dieser Ergebnisse beurteilt wurde. Bei 312/416 Messergebnissen wurde ein Unterschied zwischen erster und zweiter Messung von weniger als 50% gefunden. Sowohl bei Ableitungen mit konzentrischer und monopolarer Elektrode wurde bei der Latenz (50 und 51) die größte Anzahl von Messergebnissen gefunden, bei der der Unterschied zwischen erster und zweiter Messung weniger als 50% ist. Die Anzahl mit der kleinsten Anzahl von Messergebnissen, bei denen ein Unterschied von weniger als 50% zwischen erster und zweiter gemessen wurde, ist bei Ableitung mit der monopolaren Elektrode die Fläche (32) und bei Ableitung mit der konzentrischen Elektrode die Amplitude (24). Bei Annahme der Wiederholbarkeit der Ergebnisse nach Stimulation des N. facialis bei gesunden Hunden ist im Anschluss die Frage zu beantworten, ob Ergebnisse bei erkrankten Hunden ermittelt werden können, die zur Diagnose und Prognose genutzt werden können.