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Schriefl, Simone (2009): Untersuchungen zu Ätiologie und Prognose epileptischer Anfälle bei der Katze. Dissertation, LMU München: Faculty of Veterinary Medicine
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Abstract

Ziel dieser retrospektiven Studie war die Untersuchung der verschiedenen Ätiologien von epileptischen Anfällen bei der Katze. Weiterhin wurden die Verbindung zwischen Anfallstyp, Alter bei Auftreten des ersten Anfalls und der Krankheitsverlauf bewertet. Die Krankenberichte von 164 Katzen wurden analysiert, die zwischen 2000 und 2004 mit epileptischen Anfällen vorgestellt wurden. In diesem Zeitraum von fünf Jahren lag die Inzidenz epileptischer Anfälle unter den vorgestellten Katzen bei 2,1 %. Zu den untersuchten Daten gehören das Signalement, Art des Anfalls, Alter beim Auftreten des ersten Anfalls, die Befunde der klinischen und neurologischen Untersuchungen und die endgültige klinische Diagnose, sowie der Krankheitsverlauf. Bei 91 Katzen konnte die Ätiologie der Anfälle bestimmt werden. Anfälle wurden als reaktiv (22 %), symptomatisch (50 %) oder idiopathisch (25 %) klassifiziert. Drei Katzen (3 %) hatten kardial bedingte Synkopen. Fokale Anfälle mit und ohne sekundäre Generalisation wurden bei 52 % der Tiere gesehen und primär generalisierte Anfälle mit und ohne Status epilepticus bei 48 % der Tiere. Der Typ des Anfalls hing nicht mit der verursachenden Ätiologie zusammen. Die Katzen mit idiopathischen Anfällen waren zu Beginn der Anfallserkrankung signifikant jünger (3,5 Jahre) als die Katzen mit reaktiven oder symptomatischen Anfällen (P < 0,001). Die Ein-Jahres-Überlebensrate war bei Katzen mit idiopathischen Anfällen signifikant höher (0,82) als bei den Katzen mit reaktiven (0,50; P <0,05) oder symptomatischen (0,16; P < 0,001) Anfällen.