Home  |  Browse  |  Advanced Search  |  Help
Login | Create Account

Theodoratou, Ekaterini (2003): Die Reifungsproteasen der Hydrogenasen: Untersuchungen zur Substratbindung und zum Katalysemechanismus. Dissertation, LMU München: Faculty of Biology

[img]
Preview
PDF - Klicken Sie auf das PDF-Icon, um die Dissertation im Volltext herunterzuladen.
19Mb

Abstract

[NiFe]-Hydrogenasen sind weitverbreitete Enzyme, deren große Untereinheiten ein Metallzentrum enthalten, welches aus einem Nickel- und einem mit drei niedermolekularen Liganden, einem CO und zwei CN, koordinierten Eisenatom besteht. Nach Expression der sie kodierenden Gene durchlaufen die großen Untereinheiten einen komplexen posttranslationalen Reifungsprozess, in dessen Verlauf das [NiFe]-Zentrum schließlich assembliert wird. Der letzte Schritt der Reifungskaskade besteht in der proteolytischen Entfernung eines C-terminalen Peptids durch eine spezifische Reifungsprotease, was das Metallzentrum ins Innere des Proteins bringt. Diese besitzt eine Metallbindestelle, die von drei konservierten Resten ausgebildet wird. Ziel dieser Arbeit war es den Katalysemechanismus dieser Proteasen aufzuklären und Reste bzw. Motive oder Bereiche im Substratprotein und in der Protease ausfindig zu machen, die an der Substratbindung beteiligt sind. Im Rahmen dieses Unterfangens konnten folgende Ergebnisse erzielt werden: 1. Die Metallbindestelle der spezifischen Reifungsprotease dient zur Erkennung des Nickels im Vorläuferprotein der großen Untereinheit und stellt gleichzeitig auch das aktive Zentrum des Enzyms dar. 2. Der N-terminale Rest der Schnittstellenregion spielt keine Rolle für die Prozessierung durch die Protease; seine Funktion liegt im Protonentransfer von und zum aktiven Zentrum. 3. Der C-terminale Schnittstellenrest wirkt als „Hebel“, der den C-Terminus in der richtigen Position hält und damit die korrekte Faltung des Proteins sicherstellt. Diese ist Voraussetzung für die Substraterkennung durch die Protease, die damit konformationsabhängig ist. 4. Die Deletion der letzten 26 Aminosäuren des C-Terminus von HycE resultiert in einer unlöslichen Varianten, die nur noch in der Membranfraktion zu finden ist. Dabei unterliegt diese Variante ebenfalls einem raschen Abbau, der auf eine Konformationsänderung hindeutet. 5. HycH scheint die vorzeitige Bindung von HycG, der kleinen Untereinheit der Hydrogenase 3, an HycE, der großen Untereinheit der Hydrogenase 3, zu verhindern. Mit Hilfe der erhaltenen Ergebnisse konnten zwei mögliche Katalysemechanismen für die Reifungsproteasen postuliert werden. Desweiteren konnte eine potentielle Rolle des C-Terminus in der Substraterkennung durch die Protease dargestellt werden und schließlich auf eine mögliche Funktion des HycH-Proteins hingewiesen werden.

Item Type:Thesis (Dissertation, LMU Munich)
Keywords:Hydrogenase, Endopeptidase, HycI, HycH, C-terminale Prozessierung
Dewey Decimal Classification:600 Natural sciences and mathematics
600 Natural sciences and mathematics > 570 Life sciences
Faculties:Faculty of Biology
Language:German
Date Accepted:01. April 2003
Persistent Identifier (URN):urn:nbn:de:bvb:19-9530
MD5 Checksum of the PDF-file:625555a01247ff9d999369429b462dc4
Signature of the printed copy:0001/UMC 13045
ID Code:953
Deposited By:Ekaterini Theodoratou
Deposited On:06. Jun 2003
Last Modified:22. Oct 2008 14:49

Repository Staff Only: item control page

Digitale Hochschulschriften is powered by EPrints 3 which is developed by the School of Electronics and Computer Science at the University of Southampton. More information and software creditsAbout