Home  |  Browse  |  Advanced Search  |  Help
Login | Create Account

Schulz, Irene (2006): Molekulare Charakterisierung neuer centrosomaler und centrosomassoziierter Proteine in Dictyostelium discoideum. Dissertation, LMU München: Faculty of Biology

[img]
Preview
PDF - Klicken Sie auf das PDF-Icon, um die Dissertation im Volltext herunterzuladen.
4Mb
[img]ZIP - Klicken Sie auf das ZIP-Icon, um den Inhalt der CD-ROM herunterzuladen, die der Dissertation beigelegt ist.
143Mb

Abstract

Auf der Suche nach bislang unbekannten Proteinen des Centrosoms von Dictyostelium wurde zunächst auf der Ebene des Dictyostelium-Genomprojekts, basierend auf Ähnlichkeiten zu bekannten centrosomalen Proteinen anderer Spezies, nach möglichen Kandidaten gesucht. Zu den ca. 120 wahrscheinlich centrosomalen Proteinen in Tieren konnten hier nur 38 Homologe gefunden werden. Allerdings besteht das Dictyostelium-Centrosom wahrscheinlich aus ähnlich vielen verschiedenen Proteinen, sodass mit dieser Methode ein Großteil unentdeckt blieb. In einem Proteomics-Ansatz mit verschiedenen Auftrennungsmethoden wurde das Dictyostelium-Centrosom systematisch untersucht. Hierfür wurde zunächst ein Verfahren erarbeitet, Centrosomen in hinreichender Reinheit für massenspektrometrische Analysen zu präparieren. Am Ende der Bemühungen wurden 33 neue mögliche centrosomale Proteine gefunden, von denen bereits drei bestätigt werden konnten. Parallel wurde im Dictyostelium-System die Krankheit Lissenzephalie untersucht, eine Migrationsstörung von Neuronen bei der Gehirnentwicklung, bei der Centrosom-assozierte Proteine eine wichtige Rolle spielen. Zellmotilität und Entwicklung sind in Dictyostelium besonders gut zu beobachten, außerdem existieren hier Homologe zu den miteinander interagierenden Proteinen LIS1 und DCX, deren Mutationen beim Menschen Lissenzephalie auslösen. Mit DdDCX wurde ein Homologes (29 % Identität) zum humanen DCX gefunden und unter Einsatz von Fusionsproteinen und eines Antikörpers umfangreich charakterisiert. DdDCX bindet an Mikrotubuli und wird hauptsächlich in der Aggregationsphase exprimiert. Die generierte Nullmutante zeigte jedoch keinen Phänotyp. Das centrosomale Protein DdLIS1 hat zahlreiche wichtige Dynein-assoziierte Funkionen in vegetativ wachsenden Zellen. Hier konnte in durch gezielte Mutationen gezeigt werden, dass DdLIS1 eine Rolle bei der Entwicklung spielt, auch wenn es selbst nicht entwicklungsreguliert ist. Eine klare Aussage wurde erst durch die Generierung einer Doppelmutante möglich: Bei dieser ist die Aggregation in der Entwicklung gestört, also die Phase, in der wie bei Neuronen Zellbewegung und die Kommunikation zwischen den Zellen besonders wichtig sind. Da gezeigt werden konnte, dass Mikrotubuli dafür nicht essentiell sind, sind Spekulationen über gestörte Mikrotubuli-Dynamik als Ursache für die Migrationsstörung in Dictyostelium nicht haltbar. Mögliche Erklärungen bieten dagegen die nachgewiesene Interaktion mit Aktin oder die Beteiligung von LIS1 an der Regulation von PAF, einem intrazellulären Botenstoff, der auch in Neuronen eine Rolle spielt.

Item Type:Thesis (Dissertation, LMU Munich)
Keywords:Centrosom, DCX, LIS1, Dictyostelium, Mikrotubuli
Dewey Decimal Classification:600 Natural sciences and mathematics
600 Natural sciences and mathematics > 570 Life sciences
Faculties:Faculty of Biology
Language:German
Date Accepted:28. November 2006
1. Referee:Schliwa, Manfred
Persistent Identifier (URN):urn:nbn:de:bvb:19-61283
MD5 Checksum of the PDF-file:738e67542c92a9206faa9a5b11d23301
MD5 Checksum of the ZIP-file:c45eea8c3c993873734194a040849695
Signature of the printed copy:0001/UMC 15836
ID Code:6128
Deposited By:Irene Schulz
Deposited On:13. Dec 2006
Last Modified:22. Oct 2008 15:39

Repository Staff Only: item control page

Digitale Hochschulschriften is powered by EPrints 3 which is developed by the School of Electronics and Computer Science at the University of Southampton. More information and software creditsAbout