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Kazin, Vitalij (2006): Untersuchung an opiatabhängigen und nicht-opiatabhängigen männlichen, russlanddeutschen Spätaussiedlern: Eine retrospektive Vergleichstudie. Dissertation, LMU München: Faculty of Medicine
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Abstract

Die russlanddeutschen Spätaussiedler stellen in Deutschland eine Risikogruppe im Bezug auf die Entwicklung einer Opiatabhängigkeit dar.In der Untersuchung im Bezirkskrankenhaus Kaufbeuren wurde eine Vergleichstudie zwischen opiatabhängigen und nicht-opiatabhängigen männlichen russlandeutschen Spätaussiedlern durchgeführt.Die opiatabhängigen Russlanddeutschen werden deutlich früher durch direkten Einstieg mit Heroin als eine nicht ethnisch selektierte Vergleichspopulation opiatabhängig.Die opiatabhängige Szene ist extrem kriminalisiert und isoliert.Eine stationäre Entgiftungsbehandlung ist häufig erfolglos,es fehlen auf diese Bevölkerungsgruppe zugeschnittene Suchtangebote.Die migrationsspezifischen Probleme wie unvorbereitete Ausreise in die Bundesrepublik,schlechte Sprachkenntnisse und langer Aufenthalt in den Überganswohnheimen erschweren die Integrationsprozesse in Deutschland.In der vorliegenden Arbeit wurden Möglichkeiten der Entwicklung spezifischer Behandlungs- und Präventionsangebote diskutiert.