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Dahhan, Miriam (2006): Elektrokardiographische Untersuchungen beim Grünen Leguan (Iguana iguana). Dissertation, LMU München: Faculty of Veterinary Medicine
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Abstract

Ziel dieser Arbeit war es, neue Erkenntnisse über den bisher wenig beachteten Bereich der elektrokardiographischen Untersuchung in der Reptilienmedizin zu erlangen. Dabei wurden 39 gesunde Grüne Leguane ohne Narkose und 15 gesunde Grüne Leguane in Narkose mit einem Elektrokardiographen für Kleintiere (PC-EKG 2000 der Firma Eickemeyer, Tuttlingen, Bundesrepublik Deutschland) untersucht. Die Tiere wurden zunächst fixiert, dann fand eine Aufzeichnung in Brustlage statt. Die Elektroden wurden wie folgt angebracht: rote Elektrode: rechten Körperseite ventrolateral am Übergang des Halses zum Thorax auf Höhe der Clavikular; gelbe Elektrode: symmetrisch zur roten Elektrode auf der linken Körperseite; grüne Elektrode: linken Körperseite cranioventral des Hüftgelenkes in der Regio abdominalis lateralis sinstra; schwarze Elektrode: symmetrisch zur grünen Elektrode auf der rechten Körperseite Bei den geschriebenen Elektrokardiogrammen wurden in der II Ableitung Herzfrequenz, Herzrhythmus, P-Welle, Q-Zacke, R-Zacke, S-Zacke, SV-Welle und T-Welle, QRS- Intervall, PQ-Intervall, PR-Intervall, PQ-Strecke, PR-Strecke, QT-Intervall, RT-Intervall, ST-Strecke, RT-Strecke, ST-Streckensenkung oder -hebung, SVP-Intervall und elektrischen Herzachse bestimmt. Des weiteren kam es zur Messung der Amplituden in der Ableitung I, III, aVR, aVL und aVF. Es erfolgte eine statistische Auswertung der Ergebnisse für die Tiere, die ohne Narkose und mit Narkose untersucht wurden. Die ermittelten Werte wurden mit den in der Literatur gemachten Angaben verglichen und diskutiert. Aufgrund der vorliegenden Ergebnisse zeigt sich, dass elektrokardiographische Untersuchungen beim Grünen Leguan gut durchführbar sind und auch in der Praxis sowohl zur Diagnostik als auch zur Narkoseüberwachung und -steuerung bei Operationen einsetzbar sind.