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Veith, Michael (2006): Die Ausbildung an der Tierärztlichen Fakultät der LMU München im Urteil approbierter Tierärztinnen und Tierärzte. Dissertation, LMU München: Faculty of Veterinary Medicine
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Abstract

The education at the veterinary college in Munich in assessment of graduated veterinarians In view of the changes in the situation of veterinarian profession in Germany, the aim of the present survey was to record the strong and weak points of the undergraduate education at the veterinary college in Munich. For this purpose, a questionnaire was sent to 897 veterinarians who had graduated from the veterinary college in Munich in the years 1992 to 1996 and also were living in Germany. The results are based on the statements of 315 returned questionnaires (35,1 %). All answers were evaluated by using Microsoft Excel and SPSS. The evaluation showed that the questioned persons criticise mostly the lack of business management elements in the curriculum, and that there is not enough practical training. The veterinarians´ main concern was to improve the education in the fields of management as well as biological medicine and clinical subjects. These results may be influenced by the fact that majority of the respondents work in private practice. Listing of entry level skills were also requested. The respondents included clinical examination of animals, venipuncture- and injection -techniques as well as basic skills in surgery, diagnostic imaging (X-ray, ultrasound), and communication with pet-owners. The implementation of the changes in the curriculum proposed by the veterinarians, especially the intensification of practical clinical training, would require a major restructuring of the undergraduate curriculum. The changes in the curriculum proposed by the “Arbeitskreis Studienreform des 23. Deutschen Tierärztetages” seem to be necessary to improve the veterinary curriculum in Germany.

Abstract

Die Ausbildung an der Tierärztlichen Fakultät der LMU München im Urteil approbierter Tierärztinnen und Tierärzte Ziel der vorliegenden Untersuchung war, vor dem Hintergrund der sich verändernden beruflichen Situation der Tierärzteschaft, Stärken und Schwächen der tiermedizinischen Ausbildung in München zu durchleuchten. Zu diesem Zweck wurde ein Fragebogen an Absolventen der Tierärztlichen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität versandt, die in den Jahrgängen 1992 bis 1996 ihr Studium in München mit dem dritten Teil des Tierärztlichen Staatsexamens erfolgreich abgeschlossen und ihren Wohnsitz zur Zeit der Fragebogenversendung in der Bundesrepublik Deutschland hatten. Die Ergebnisse beruhen auf den Angaben von 315 Tierärztinnen und Tierärzten, die den Fragebogen zurückgesandt hatten. Die Rücklaufquote betrug 35,1 %. Alle Antworten wurden anschließend per EDV (Microsoft Excel und SPSS) erfasst und ausgewertet. Die Ergebnisse der Befragung wurden dadurch beeinflusst, dass der Großteil der Probanden in der tierärztlichen Praxis tätig ist. Dies spiegelt jedoch die Verhältnisse der gesamten Tierärzteschaft wider. In besonderem Maße kritisieren die Befragten das Fehlen einer betriebswirtschaftlichen Komponente und den Mangel an praktischer Ausbildung während des Studiums. Ein intensiviertes Lehrangebot wurde dementsprechend vor allem im kaufmännischen Bereich sowie in naturheilkundlichen und praxisbezogenen Fächern gefordert, dies mag durchaus mit dem hohen Anteil an in der Praxis Tätigen unter den Befragten zusammenhängen. Auch in den klinischen Fachrichtungen Innere Medizin, Chirurgie und Gynäkologie wurde eine stärkere Berücksichtigung gefordert. Des weiteren war die Frage nach den praktischen Fähigkeiten, die ein Absolvent der Hochschule nach Meinung der Befragten beherrschen sollte, von besonderem Interesse. Hierbei zeigte sich, dass vor allem die tierärztliche Allgemeinuntersuchung, Blutentnahmeund Injektionstechniken, aber auch Standard-Operationstechniken, bildgebende Verfahren (Röntgen, Ultraschall) und die Kommunikation mit den Tierbesitzern für die Probanden im Vordergrund stehen. 95 Die von den Tierärzten geforderte fachlich verbesserte und praxisbezogenere Ausbildung der Studierenden kann nur durch Umstrukturierungen sowohl der Inhalte als auch des zeitlichen Umfanges der einzelnen Lehrveranstaltungen in Kombination mit einer verstärkten Vernetzung der Studienfächer einerseits und durch ein noch höheres Betreuungsverhältnis zwischen Lehrkräften und Studierenden andererseits gewährleistet werden. Die vom Arbeitskreis Studienreform des 23. Deutschen Tierärztetages geplanten Änderungen des Curriculums erscheinen dringend notwendig und durchaus geeignet, um Defizite der Ausbildung zumindest teilweise zu beheben.