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Becker, Florian (2006): Persönlichkeit von Unternehmen: Diagnose und Potenzial der zentralen Einstellungen zu Unternehmen. Dissertation, LMU München: Faculty of Psychology and Educational Sciences
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Abstract

Menschen verbinden dem Prinzip sozialer Wahrnehmung entsprechend mit Unternehmen bestimmte Merkmale wie z.B. Verlässlichkeit, Kompetenz oder Innovation. Diese wahrgenommenen Verhaltensdispositionen beeinflussen Beziehungen zu Kunden, Mitarbeitern, Investoren und anderen Stakeholdern. Unternehmen erhalten dadurch eine Persönlichkeit, werden berechenbar. Vor dem Hintergrund des internationalen Wettbewerbs, einer zunehmenden objektiven Austauschbarkeit von Produkten, dem Kampf um die besten Köpfe und dem großen Einfluss von Investoren liegt in der Unternehmenspersönlichkeit eine Möglichkeit sich langfristig und bedeutsam zu differenzieren. Aufbauend auf der empirischen Tradition der klassischen Persönlichkeitsforschung erfolgt in einem mehrstufigen Verfahren die Erstellung und Validierung eines Fragebogens zur Erfassung der wahrgenommenen Unternehmenspersönlichkeit mittels Cluster- und Faktorenanalysen. Eine erste Studie (N = 460) erbringt hierbei 20 potentielle Dimensionen, eine zweite Studie (N = 250) repliziert diese Dimensionen und kann eine zusätzliche aufzeigen. Aus den Ergebnissen wird das C-PI (Corporate Personality Inventory) konstruiert. Dieses Instrument erhebt die Unternehmenspersönlichkeit auf 7 Global- und 21 Subdimensionen mit guten Messgenauigkeiten (durchschnittliches Cronbachs Alpha der Subskalen: .81). In mehreren anschließenden Felduntersuchungen wird die Anwendbarkeit auf verschiedene Unternehmen und Fragestellungen überprüft. Die Unternehmenspersönlichkeit differenziert deutlich zwischen verschiedenen Unternehmen. Hohe Zusammenhänge mit relevanten Kriterien (z.B. psychologische Differenzierung, Sympathie, Kaufbereitschaft, Bindung, Motivation und Investitionsneigung) bei Mitarbeitern, Kunden und Investoren sprechen für die Validität und Nützlichkeit des Instruments und für das praktische Anwendungspotenzial der Unternehmenspersönlichkeit. Mit diesem Konstrukt ist eine Möglichkeit gegeben, die es erlaubt, die Einstellungen verschiedenster Stakeholdergruppen auf einer Plattform integriert abzubilden. (weitere Informationen unter www.wpgs.de)