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Kühler, Larissa (2005): Die Orientierung der Reformen im deutschen Hochschulsystem - seit 1998 - am Vorbild des amerikanischen Hochschulwesens. Dissertation, LMU München: Faculty of Social Sciences
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Abstract

In this dissertation the reforms in the German system of higher education since 1998 are examined under the aspect of their relation to American higher education as an internationally successful frame of reference. The author hereby makes an important contribution to the current discussion on higher education policy in Germany. In a first step, the most important structural and cultural characteristics of existing German and American higher education are presented in respect to their historical development. The subsequent structural and cultural comparison of higher education in the two countries is conducted along the dimensions of the role of the state and the conception of education. In addition, advantages and disadvantages of higher education in Germany and the USA are compared. Within this frame of reference, it is now possible to make statements about the possibilities and limits, the chances and risks of introducing American structural elements into the German system of higher education. At the same, time cultural changes concerning developments in German higher education policy can be included in the examination. The analysis of the legal and practical implementation of the reform elements shows that German higher education is undergoing considerable alteration. Its general direction can be determined with the help of American higher education as a basis for comparison. One of the most important premises for the success of the most recent reforms in the German system of higher education, besides sufficient funding, is the creation of conditions in which the disadvantages which are taken on simultaneously with the advantages of the respective reform elements can be attenuated. As a result, American higher education can only conditionally serve as an example for modernizing German higher education. Idiosyncrasies of German higher education and their strengths should therefore be taken into account and retained where appropriate.

Abstract

In der vorliegenden Dissertation wird die Orientierung der Reformen im deutschen Hochschulsystem seit 1998 am Vorbild des international erfolgreichen, amerikanischen Hochschulwesens untersucht. Die Autorin leistet damit einen wichtigen Beitrag zur aktuellen hochschulpolitischen Diskussion in Deutschland. Zunächst werden die wichtigsten historisch gewachsenen, strukturellen und kulturellen Charakteristika des deutschen und des amerikanischen Hochschulwesens herausgearbeitet. Der anschließende strukturelle und kulturelle Vergleich der beiden Hochschulwesen wird anhand der Dimensionen der Rolle des Staates und der Konzeption der Bildung durchgeführt. Im Rahmen des Vergleichs werden zudem die Vorteile und Nachteile der jeweiligen Hochschulwesen aufgezeigt. Der damit aufgespannte Bezugsrahmen ermöglicht Aussagen über Möglichkeiten und Grenzen, Chancen und Risiken bei der Einführung amerikanischer Strukturelemente in das deutsche Hochschulsystem. Gleichzeitig können kulturelle Wandlungsprozesse in Bezug auf die hochschulpolitische Entwicklung in Deutschland in die Betrachtung einbezogen werden. Bei der Analyse der rechtlichen und praktischen Umsetzung der einzelnen Reformelemente erweist es sich, dass das deutsche Hochschulsystem Veränderungen erfährt, deren grundsätzliche Richtung mit Hilfe des amerikanischen Hochschulwesens als Vergleichsgrundlage bestimmt werden kann. Eine der wichtigsten Voraussetzungen für den Erfolg der jüngsten Reformen im deutschen Hochschulwesen ist hierbei neben einer ausreichenden Finanzierung die Schaffung von Bedingungen, mit denen die gleichzeitig mit den Vorteilen übernommenen Nachteile der neuen Strukturen abgemildert werden können. Im Ergebnis kann das amerikanische Hochschulwesen aufgrund seiner sehr unterschiedlichen Grundlagen nur bedingt als Vorbild für die Modernisierung des deutschen Hochschulwesens dienen. Eigenheiten des deutschen Hochschulsystems und ihre Stärken sollten daher bedacht und gegebenenfalls bewahrt werden.