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Steininger, Harald (2005): 2-Pyridon-katalysierte Esteraminolyse. Dissertation, LMU München: Faculty of Chemistry and Pharmacy
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Abstract

Im Rahmen dieser Arbeit wurde die katalysierte Aminolysereaktion aktivierter Ester durch Amine in unpolaren Lösemitteln untersucht. Als Modelreaktion diente dabei die n-Butylaminolyse von p-Nitrophenylacetat, die mit Hilfe von 1H-NMR-Messungen in CDCl3 spektroskopisch verfolgt wurde. Als Katalysatoren dienten alkylsubstituierte 3-Cyano-2-pyridone. Die Reaktionsgeschwindigkeit wurde in Abhängigkeit von den Konzentrationen aller Komponenten untersucht. Die angenommenen Geschwindigkeitsgesetze konnten so bestätigt werden. Der Aufbau von Dipeptiden durch eine Aminolysereaktion wurde ebenfalls untersucht. Als Esterkomponente wurden stickstoffgeschützte Aminosäurephenylester und Aminosäure-p-nitrophenylester mit Aminosäureethylester als Aminkomponente umgesetzt. Auch diese Aminolysereaktionen werden durch 2-Pyridone beschleunigt. Durch die Synthese eines chiralen 2-Pyridons konnte der Einfluss auf chirale Aminosäurederivate beobachtet werden. Für eine kinetische Racematspaltung war der beobachtete Effekt aber zu gering. Bei quantenchemische Rechnungen zur Tautomerisierung von 2-Pyridon zu 2-Hydroxypyridin konnte festgestellt werden, dass beide Tautomere etwa gleich stabil sind. Auch die Dimerisierungsenergien von ca. 90 kJ/mol für das 2-Pyridon wurde durch quantenchemische Methoden bestimmt.