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Eidenschink, Susanne (2004): Die Wunschsektio: Ergebnisse einer Umfrage unter 1666 Gynäkologinnen und Gynäkologen in Bayern. Dissertation, LMU München: Faculty of Medicine
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Abstract

Im Januar 2002 wurden alle 1502 bei der deutschen Ärztekammer registrierten niedergelassenen Gynäkologen und Gynäkologinnen und alle Leiterinnen und Leiter der 164 geburtshilflichen Abteilungen Bayerns angeschrieben, um deren aktuelle Meinung zur Wunschsektio zu erfragen. Die Rücklaufquote betrug 35 % bei den Niedergelassenen und 42,1 % bei den Klinikleitern. 7,6 % der niedergelassenen Gynäkologen und Gynäkologinnen in Bayern und 8,7 % der Klinikleiter und Klinikleiterinnen würden im Falle einer unkomplizierten Schwangerschaft in Schädellage für sich oder ihre Partnerin die Wunschsektio bevorzugen. Diese Haltung war einheitlich in allen Altersklassen und zeigte keine geschlechtsspezifischen Unterschiede. Alle Gynäkologen und Gynäkologinnen, die persönlich mit vaginal-operativen Geburten konfrontiert worden waren, würden auch im Nachhinein für sich selbst die vaginale Geburt bevorzugen. 55,6 % der niedergelassenen Gynäkologen und Gynäkologinnen in Bayern und 71 % der Klinikleiter und Klinikleiterinnen stimmen der Möglichkeit der Wunschsektio grundsätzlich zu. Die Sektiorate ist in den bayerischen Kliniken, die Wunschsektiones durchführen mit 21,8 % vergleichbar hoch wie in denjenigen Häusern, bei denen kein Kaiserschnitt auf Wunsch erfolgt (22,3 %), wobei der Anteil an Wunschsektiones in diesen Häusern durchschnittlich 6 % aller Kaiserschnitte ausmacht.Im Januar 2002 wurden alle 1502 bei der deutschen Ärztekammer registrierten niedergelassenen Gynäkologen und Gynäkologinnen und alle Leiterinnen und Leiter der 164 geburtshilflichen Abteilungen Bayerns angeschrieben, um deren aktuelle Meinung zur Wunschsektio zu erfragen. Die Rücklaufquote betrug 35 % bei den Niedergelassenen und 42,1 % bei den Klinikleitern. 7,6 % der niedergelassenen Gynäkologen und Gynäkologinnen in Bayern und 8,7 % der Klinikleiter und Klinikleiterinnen würden im Falle einer unkomplizierten Schwangerschaft in Schädellage für sich oder ihre Partnerin die Wunschsektio bevorzugen. Diese Haltung war einheitlich in allen Altersklassen und zeigte keine geschlechtsspezifischen Unterschiede. Alle Gynäkologen und Gynäkologinnen, die persönlich mit vaginal-operativen Geburten konfrontiert worden waren, würden auch im Nachhinein für sich selbst die vaginale Geburt bevorzugen. 55,6 % der niedergelassenen Gynäkologen und Gynäkologinnen in Bayern und 71 % der Klinikleiter und Klinikleiterinnen stimmen der Möglichkeit der Wunschsektio grundsätzlich zu. Die Sektiorate ist in den bayerischen Kliniken, die Wunschsektiones durchführen mit 21,8 % vergleichbar hoch wie in denjenigen Häusern, bei denen kein Kaiserschnitt auf Wunsch erfolgt (22,3 %), wobei der Anteil an Wunschsektiones in diesen Häusern durchschnittlich 6 % aller Kaiserschnitte ausmacht.