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Kixmöller, Marion (2004): Labordiagnostische Referenzbereiche bei unterschiedlichen Schweinerassen sowie histopathologische und immunhistochemische Untersuchung von Gehirnen älterer Sauen und Eber auf transmissible spongiforme Enzephalopathie im Rahmen der TSE-Studie. Dissertation, LMU München: Faculty of Veterinary Medicine
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Abstract

The aim of the present study was to make a statement about selected blood ingredients for twelve pig breeds regarding the influence of the genotype. A possible race-dependence was proved for haematological parameters especially for erythrocytes, thrombocytes and leucocytes. Differences between the breeds were also found for electrolytes and the trace elements although a statement concerning breed-specifity was more difficult because some other environmental factors can have strong influence on these parameters as well. In part clear differences, which are caused by different physical characteristics and attributes of the animals such as muscle mass and susceptibility to stress, were established for substrates and enzymes. We were able to show that the pietrain pigs possess a remarkably higher concentration of some blood ingredients, in comparison with “German Landrace and Edelschwein“. To conclude, the results show, that there are marked differences in characteristics. We detected a varying influence of the genotype on the hematological and chemical blood parameters. The varying concentration of the blood parameters in the examined breeds seems to result from breed-specific metabolism and resistance to infections and environmental influence. The immune-histochemical search for accumulation of pathological prion protein with the antibody L42 in 48 brain tissue sections of both sows and boars was negativ. Nonetheless, it is possible to experimentally infect pigs with the infectious prion protein from cattle. This means that, in spite of the species-barrier, even though the infection was transmitted parenterally, pigs, along with many other animals, are susceptible to an infection with the bse-agent. There is a definite need for acquiring further knowledge on the exact onset of and events during infection and on the degree of contagiousness of transmissible spongiform encephalopathy not only in swine.

Abstract

Ziel der vorliegenden Untersuchung war es, bei zwölf Schweinerassen über ausgewählte Blutinhaltsstoffe Aussagen hinsichtlich des Einflusses des Genotyps zu treffen. Eine mögliche Rasseabhängigkeit erwies sich bei den hämatologischen Parametern vor allem für die Erythrozyten, die Thrombozyten und die Leukozyten. Bei den Elektrolyten und Spurenelementen waren ebenfalls Unterschiede zwischen den Rassen festzustellen, wobei hier eine Aussage bezüglich einer Rassespezifität schwieriger war, da diese Parameter auch von anderen Umweltfaktoren zum Teil stark beeinflusst werden. Bei den Substraten und Enzymen waren hingegen teilweie eindeutige Unterschiede festzustellen, welche auf unterschiedliche Merkmale und Eigenschaften der Tiere wie Muskelmasse und Stressanfälligkeit zurückzuführen sein dürften. Beim Vergleich der Piétrain-Schweine mit den Deutschen Landrasse- und Edelschweinen konnte festgestellt werden, dass die Piétrains bei einigen Blutinhaltsstoffen beachtlich höhere Konzentrationen aufwiesen als die beiden anderen Rassen. Insgesamt betrachtet zeigen die Untersuchugsergebnisse, dass zwischen den Rassen teilweise beachtliche Merkmalsunterschiede bestehen. Dabei ergab sich für die jeweiligen hämatologischen- und klinisch-chemischen Blutparameter ein unterschiedlicher Einfluss des Genotyps. Die bei den untersuchten Rassen beobachteten unterschiedlich hohen Blutkonzentrationen für einzelne Parameter scheinen aus rassenspezifische differierenden Stoffwechsellagen und Abwehrkräften gegenüber Infektionen und Umwelteinwirkungen zu resultieren. Die immunhistochemische Untersuchung mit dem Antikörper L42 der 48 Hirngewebsschnitte der Altsauen und Alteber auf eine Anreicherung von pathologisch verändertem Prionprotein verlief eindeutig negativ. Schweine sind allerdings experimentell mit dem infektiösen Prionprotein von Rindern infizierbar. Dies bedeutet, dass trotz der Speziesbarriere, Schweine ebenfalls wie auch viele andere Tierarten für eine Infektion mit dem BSE-Erreger empfänglich sind. Um weitere Erkenntnisse über das genaue Infektionsgeschehen und die Übertragbarkeit bezüglich der transmissiblen spongiformen Enzephalopathien zu gewinnen besteht nicht nur beim Schwein auf diesem Gebiet noch umfassender Forschungsbedarf.