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Caspers, Christiane (2004): Versuche zur Rekonstruktion erektiler Nerven über Silikonröhrchen in Kombination mit gezüchteten homologen Schwannschen Zellen bei der Ratte. Dissertation, LMU München: Faculty of Veterinary Medicine
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Abstract

Summary Microsurgical reconstruction of cavernosal nerves within silicone tubes seeded with Schwann cells in rats. Resection of the cavernosal nerves is often necessary during radical prostatectomy and causes erectile dysfunction. Autologous nerve transplantats seemed to be the treatment of choice in the past. Further detailed knowledge of the regeneration of peripheral nerves and the importance of Schwann cells provides new investigation in this topic over the last few years. Using rats as a model, we wanted to show that silicone tubes seeded with Schwann cells provide a better environment for regeneration of peripheral nerves. Resection of 0.5 cm of the cavernosal nerve was performed on both sides of Fischer 344 rats. One group received a bilateral nerve-grafting of the genitofemoral nerve, another group had implantation of empty silicone tubes and the other group had implantations of silicone tubes seeded with autologous Schwann cells. The positive control group under went a sham operation with laparotomy only. A group with resection of the cavernosal nerves on both sides served as negative control. 3 months post operation, erectile function and pressure changes in the corporal bodies are evaluated by electrostimulation of the regenerated nerves. Comparison of empty tubes, nerve grafts and those filled with homologous Schwann cells show a higher rate of erections and increased intracavernosal pressure elevation of the Schwann cell group. 3 months after the implantation of tubes with Schwann cells, erections rise up 91%. By interposition of empty silicone tubes the erection rate is only 50% and nerve grafting results in an erection rate of 30%. Histological examination reveals a more organized and thicker nerve by using silicone tubes seeded with Schwann cells.

Abstract

Eine erektile Dysfunktion tritt in Zusammenhang mit Verletzungen oder Exzision der kavernösen Nerven bei der radikalen Prostatektomie auf. Bislang galt die autologe Nerventransplantation als Mittel der Wahl. Kenntnisse über die Regenerationsfähigkeit der peripheren Nerven und die Bedeutung der Schwannschen Zellen, haben in den letzten Jahren zu zahlreichen experimentellen Studien auf diesem Gebiet geführt. Ziel der vorliegenden Versuche an Ratten war es, eine verbesserte Regeneration der erektilen Nerven durch Silikonleitschienen, die mit Schwannschen Zellen gefüllt sind, zu untersuchen. Bei den Ratten vom Stamm Fischer 344 ist beidseits eine 0,5 cm lange Exzision der kavernösen Nerven durchgeführt worden. Eine Gruppe erhält ein Transplantat des N. genitofemoralis, eine andere Gruppe leere Silikonröhrchen und eine weitere Silikonröhrchen, die mit autologen Schwannschen Zellen gefüllt sind. Als positive Vergleichsgruppe dient eine reine Laparotomie-Gruppe ohne Nervenexzision. Als Negativ-Kontrollgruppe dient die Nervenexzisions-Gruppe. Nach 3 Monaten Beobachtungszeitraum findet eine Auswertung der Nervenregenerate durch Elektrostimulation mit Beurteilung der sichtbaren Erektion und Druckveränderung im Corpus cavernosum statt. Ein direkter Vergleich der Silikonprothesen mit Schwannschen Zellen zu Silikonröhrchen ohne Schwannsche Zellen und zu autologen Nerventransplantaten zeigt eine verbesserte Erektionsrate, ebenso wie einen deutlich höheren Druckanstieg in der Gruppe mit Schwannschen Zellen. So lassen sich nach 3 Monate post implantationem bei der Gruppe mit Schwannschen Zellen bei 91% der Stimulationen Erektionen sehen. Die leeren Röhrchen bzw. die Tranplantations-Gruppe zeigen im gleichen Zeitraum nur 50% bzw. 30% Erektionen. Ebenso zeigt sich bei der Gruppe mit Schwannschen Zellen ein erhöhter Druckanstieg. Histologische Untersuchungen bestätigen die Bildung eines deutlich dickeren und in seinem Aufbau kompakteren Nerven bei der Verwendung von Silikonröhrchen in Kombination mit Schwannschen Zellen.